Gerichtsurteil gefährdet Dutzende Biogasanlagen durch unklare EEG-Förderregeln
Gerichtsurteil gefährdet Dutzende Biogasanlagen durch unklare EEG-Förderregeln
Ein aktuelles Gerichtsurteil wirft Zweifel an der finanziellen Stabilität Dutzender Biogasanlagen in ganz Deutschland auf. Das Landgericht Oldenburg gab im November dem Netzbetreiber EWE Netz recht und präzisierte, wie die Fördergelder nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 berechnet werden müssen. Doch die Entscheidung stellt viele Betreiber vor existenzbedrohende Probleme, da die Förderregeln unklar bleiben.
Im Mittelpunkt des Streits steht der sogenannte "maßgebliche Wert" – die Grundlage für die Berechnung der Gesamtförderung für Biogasanlagen. Das Urteil bestätigt zwar die Berechnungsmethode von EWE Netz, deckt aber gleichzeitig Lücken im Gesetz auf, die etwa 50 Anlagen unmittelbar treffen könnten. Weitere könnten in den kommenden Jahren betroffen sein.
Der Fall dreht sich um Paragraf 39g Absatz 6 des EEG 2023, der regelt, wie bestehende Biomasseanlagen in neue Förderausschreibungen überführt werden. Betreiber und Netzbetreiber streiten darüber, was als "maßgeblicher Wert" gilt: Ob nur die Marktprämie und der Flexibilitätsbonus einbezogen werden oder auch der Marktwert des verkauften Stroms.
Nach dem Standardmodell der Marktprämie erhalten Biogasanlagen eine Förderung, die sich aus zwei Teilen zusammensetzt: dem Marktwert des Stroms und einem zusätzlichen Aufschlag. Doch die hohen Energiepreise zwischen 2021 und 2023 verfälschten die Berechnungen, sodass einige Anlagen deutlich geringere Fördergelder erhielten als erwartet. Besonders gefährdet sind nun jene Betreiber, die zwischen 2022 und 2025 den Zuschlag in Ausschreibungen erhielten.
Das Oldenburger Urteil bringt kaum Entlastung. Zwar ist eine Berufung möglich, doch diese würde Zeit in Anspruch nehmen und könnte die Entscheidung der Vorinstanz letztlich bestätigen. Rechtsexperten warnen, dass ohne schnelle gesetzliche Nachbesserungen die bestehenden Unklarheiten viele Betreiber in finanzielle Schwierigkeiten stürzen könnten.
Rund die Hälfte der 300 bis 350 Biogasanlagen in Deutschland benötigt innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Förderlösung für die Zeit nach dem EEG. Besonders betroffen sind nord- und ostdeutsche Regionen wie Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Große Betreiber wie BALANCE verwalten in diesen Gebieten umfangreiche Anlagenportfolios, etwa in Orten wie Grasleben, Gardelegen und im Altmarkkreis Salzwedel, wo sich Cluster gefährdeter Anlagen befinden.
Durch das Urteil sind etwa 50 Anlagen akut bedroht, weitere sehen sich mit Unsicherheiten konfrontiert, sobald die nächsten Ausschreibungsrunden anstehen. Ohne klarere Regelungen könnten viele Betreiber Schwierigkeiten haben, ihre Kosten zu decken – besonders in wirtschaftlich ohnehin belasteten Regionen. Branchenverbände drängen nun auf zügige gesetzliche Anpassungen, um eine Welle von Insolvenzen abzuwenden und den Sektor zu stabilisieren.
Neue FC-Bayern-Hymne soll den Weg ins Champions-League-Finale ebnen
Eine Hymne, ein Traum, ein Finale: Leslie Mandokis neuer Song soll den Rekordmeister zurück nach Budapest tragen. Doch bringt Musik wirklich Siegesschlüssel? Die Münchner gehen mit starkem Selbstvertrauen ins Duell – doch die Geschichte schreibt sich erst noch.
Hanka Rackwitz eröffnet Dorfkrug in Freist und wird Wirtin mit Herz
Kegelbahn, Bücherecke und regionale Küche: Wie die TV-Liebling Hanka Rackwitz ein verstaubtes Lokal in Sachsen-Anhalt zum Leben erweckt. Doch bis zur Eröffnung steht noch einiges an.
Chanel-Show auf der Paris Fashion Week wird zum unvergesslichen Spektakel
Glamour, Musik und Mode verschmolzen zu einem magischen Moment. Warum diese Chanel-Show in Paris alle Erwartungen sprengte – und die Welt noch Tage später sprach.
Vom Torwart zum Politiker: Andreas Luthes überraschender Wechsel in den Stadtrat
Ein Torwart, der jetzt Tore für die Kommunalpolitik schießt. Andreas Luthes unerwarteter Aufstieg vom Fußballplatz in den Stadtrat zeigt: Beliebtheit zahlt sich aus.
Thüringenkolleg Weimar schließt für neue Abiturienten – Kritik an der Entscheidung
Ein Rückschlag für die Erwachsenenbildung: Thüringens Kultusministerium stoppt Neuaufnahmen am Weimarer Kolleg. Warum die Opposition Alarm schlägt.
VW-Werk Osnabrück steht vor ungewisser Zukunft nach Produktionsende
Von Porsche bis zum T-Roc Cabrio: Warum VWs Standorts Osnabrück kurz vor dem Aus steht. Doch ein unerwarteter Partner könnte alles ändern – mit Panzern statt Pkw.
Mutmaßlicher Sabotageakt: ICE trifft bei Ashausen auf Hindernisse
Mit 160 km/h raste der ICE in eine Gefahrensituation. Warum solche Angriffe auf die Bahn immer wieder passieren – und was die Deutsche Bahn dagegen tut.
Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD liefern sich spannendes Duell vor der Wahl
Ein Prozentpunkt trennt die Spitzenkandidaten – doch die AfD mischt die Karten neu. Wer überzeugt heute im TV-Duell vor der entscheidenden Wahl?
Söder fordert mehr heimische Erdgasförderung – doch Hindernisse bleiben
Bayerns Ministerpräsident warnt vor teuren US-Importen und setzt auf heimische Vorkommen. Doch kann Deutschland die Energiewende und Gasförderung unter einen Hut bringen?
Gerichtsurteil gefährdet Dutzende Biogasanlagen durch unklare EEG-Förderregeln
Ein Oldenburger Gerichtsurteil erschüttert die Biogas-Branche. Ohne schnelle EEG-Nachbesserungen drohen Dutzenden Anlagen Insolvenz – besonders in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Bauarbeiten im Lok-Viertel: Neue Versorgungsleitungen sorgen für kurzfristige Sperrungen
Das Osnabrücker Lok-Viertel bekommt neue Strom- und Wasserleitungen. Doch bis zur Fertigstellung im Sommer 2023 gibt es Einschränkungen für Anwohner und Pendler.
Energiekrise zeigt: Deutschlands fossile Abhängigkeit bleibt ein Risikofaktor
Russlands Gassperre traf Deutschland hart, doch selbst LNG-Terminals und Preisdeckel lösen das Problem nicht. Warum die Wende zu Erneuerbaren jetzt dringender ist denn je.