Vetements zeigt Alltagsmode im Pariser Tunnel – ein Statement gegen Glamour
Hannah FuchsVetements zeigt Alltagsmode im Pariser Tunnel – ein Statement gegen Glamour
Guram Gvasalia präsentierte seine Vetements-Kollektion erstmals im Rahmen der Pariser Herrenmodewoche. Die Show fand an einem ungewöhnlichen Ort statt – in einem Tunnel unter dem Novotel Paris Centre Tour Eiffel, obwohl die Einladung das Hotel selbst als Veranstaltungsort angab.
Die Veranstaltung sollte um 20:30 Uhr beginnen, startete jedoch mit 45 Minuten Verspätung. Zu den prominenten Gästen zählten North West, Maluma, Anyma und Olivia Palermo. Sharon Stone sorgte mit einem markanten Auftritt für Aufsehen, der an ihren legendären Basic Instinct-Look erinnerte.
Die Kollektion setzte auf Alltagstauglichkeit statt auf hochkarätige Modestatements. Im Mittelpunkt standen schlichte, vertraute Schnitte wie Jeans, gestreifte Hemden, Harrington-Jacken, Motocross-Jacken, Trenchcoats, Lederhosen und Bleistiftröcke. Einige Stücke, darunter reversible Harrington-Jacken und Trenchcoats, waren multifunktional einsetzbar.
Gvasalia legte einen besonderen Fokus auf Damenmode und kleidete weibliche Models – darunter Alek Wek, Sasha Pivovarova und Sharon Stone – in viele der Herrenmode-Designs. Sein Ziel: eine Rückkehr zur ursprünglichen Philosophie von Vetements – Kleidung für den Alltag, nicht für rote Teppiche. Auffällig war, dass einige Stücke ein Innenetikett mit der Aufschrift Clothing statt Vetements trugen.
Auf die Frage nach der Resonanz auf die Kollektion antwortete Gvasalia schlicht: „Wer es weiß, der weiß.“
Die Show markierte einen bewussten Wandel hin zu praktischer, zugänglicher Mode. Die Wahl des Ortes und das schlichte Label deuteten auf einen reduzierten Ansatz hin. Gvasalias Vision für Vetements scheint Funktionalität und Einfachheit über spektakuläre Inszenierung zu stellen.
