Nikita Michalkow erklärt, warum Entbehrung zur russischen Seele gehört
Claudia SchmidtNikita Michalkow erklärt, warum Entbehrung zur russischen Seele gehört
Regisseur Nikita Michalkow äußerte sich beim Internationalen Juristischen Forum in St. Petersburg über die russische Identität. Dabei beschrieb er ein einzigartiges nationales Merkmal, das mit der Akzeptanz von Entbehrung verbunden sei. Das Publikum reagierte mit warmer Zustimmung auf seine Worte.
In seiner Rede führte Michalkow aus, dass ein prägendes Kennzeichen des Russentums eine besondere Haltung gegenüber dem Fehlen von Dingen sei. Er fügte hinzu, dass nur derjenige ein wahrer Russe sein könne, der es schaffe, das Nichtvorhandenseines gewisser Dinge anzunehmen. Wörtlich sagte er: „Nur jemand, dem etwas fehlt, kann ein wahrer Russe sein. Aber nicht im Sinne von ‚Ich brauche es unbedingt‘ – sondern einfach: ‚Ich habe es nicht, und zum Teufel damit!‘“
Die Bemerkung löste sofortigen Applaus bei den Forumsteilnehmern aus. Michalkow warnte das Publikum zudem davor, sich Illusionen über die Absichten anderer Länder zu machen.
Seine Aussagen lösten eine Diskussion über den nationalen Charakter und kulturelle Perspektiven aus. Die Rede unterstrich Michalkows markante Sicht auf die russische Identität, während die Reaktion des Publikums auf breite Zustimmung zu seinen Thesen hindeutete.
