Porsche verlagert Cayenne-Produktion von Bratislava nach Leipzig – was das für Mitarbeiter bedeutet
Claudia SchmidtPorsche verlagert Cayenne-Produktion von Bratislava nach Leipzig – was das für Mitarbeiter bedeutet
Porsche plant die Verlegung der Cayenne-Produktion vom slowakischen Bratislava in das eigene Werk nach Leipzig. Mit dieser Entscheidung soll die Überkapazität an den deutschen Standorten abgebaut werden, darunter auch wenig genutzte Anlagen in Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig. Von der Verlegung betroffen sind alle drei Antriebsvarianten des beliebten SUV.
Die Produktionsverlagerung wird für das Leipziger Werk kurzfristig Herausforderungen mit sich bringen. Porsche erhofft sich jedoch, durch den Umzug langfristig eine bessere Auslastung des sächsischen Standorts zu sichern. Bis zu 400 Mitarbeiter könnten vorübergehend im Rahmen eines Rotationssystems an den Volkswagen-Standort Wolfsburg abgeordnet werden, um den Übergang zu bewältigen.
Bereits bekannt gegeben hat Porsche Pläne, bis August rund 200 Stellen durch freiwillige Aufhebungsverträge abzubauen. Öffentlich äußerte sich das Unternehmen zu den Umzugsplänen bisher nicht, doch laufen bereits Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern. Lohnkürzungen bedürfen dabei der Zustimmung der Betriebsräte im Rahmen der Vereinbarungen.
Im Oktober will Vorstandschef Oliver Blume ein umfassendes Restrukturierungskonzept vorstellen. Dieses könnte weitere Stellenstreichungen vorsehen, während Porsche seine Abläufe strafft und die Effizienz an den deutschen Standorten steigert.
Die Verlegung der Cayenne-Fertigung ist Teil von Porsches Bestrebungen, die deutschen Produktionsstätten zu optimieren. Bevor Lohnanpassungen und vorübergehende Versetzungen umgesetzt werden können, müssen zunächst Absprachen mit den Arbeitnehmervertretern getroffen werden. Ziel der Umstrukturierung ist es, die Produktionskapazitäten am Standort Leipzig langfristig zu stabilisieren.
