30 April 2026, 10:09

Klingbeil plant Steuerreform: Kryptowährungen sollen 2 Milliarden Euro bringen

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Klingbeil plant Steuerreform: Kryptowährungen sollen 2 Milliarden Euro bringen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat Pläne vorgestellt, bis 2027 zusätzliche Einnahmen in Höhe von 2 Milliarden Euro zu erzielen. Die Strategie umfasst schärfere Steuerregeln für Kryptowährungen und ein härteres Vorgehen gegen Finanzkriminalität. Nach geltendem Recht sind Gewinne aus Kryptowährungen steuerfrei, wenn sie mindestens zwölf Monate gehalten werden – doch das könnte sich bald ändern.

Nach den aktuellen deutschen Steuergesetzen zahlen Anleger keine Steuern auf Gewinne aus Kryptowährungen, sofern sie die Vermögenswerte mindestens ein Jahr lang halten. Gewinne aus Verkäufen innerhalb von zwölf Monaten werden als privates Einkommen versteuert, wobei Erträge unter 1.000 Euro steuerfrei bleiben. Klingbeils Vorschlag zielt nun auf diese steuerfreie Haltedauer ab, deren Streichung zur größten neuen Einnahmequelle des Staates werden könnte.

Im Haushaltsentwurf des Finanzministeriums ist von einer "Anpassung der Besteuerung von Kryptowährungen" die Rede, konkrete Details fehlen jedoch. Eine diskutierte Option sieht vor, Krypto-Gewinne wie andere Wertpapiere mit einem pauschalen Kapitalertragssteuersatz von 25 Prozent zu besteuern – zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Unklar ist noch, ob die Änderungen auch für Anleger gelten sollen, die bereits Kryptowährungen besitzen; hier könnten Sonderregelungen für Bestandshalter eingeführt werden.

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Zudem verschärft eine neue EU-Richtlinie die Kontrollen: Krypto-Anbieter müssen künftig Transaktionsdaten, Vermögensbestände und Nutzerangaben an die Behörden melden. Dadurch wird es schwieriger, Gewinne vor den Steuerbehörden zu verbergen. Klingbeils Plan sieht strengere Prüfungen und härtere Strafen für Steuerhinterzieher vor, mit besonderem Fokus auf Transaktionen innerhalb eines Jahres.

Bevor Reformen in Kraft treten, muss der Vorschlag jedoch noch durch Bundestag und Bundesrat. Ein konkreter Gesetzesentwurf wird nötig sein, um die Besteuerungsregeln für Kryptowährungen zu ändern.

Die Regierung strebt an, die Änderungen bis 2027 abzuschließen, um so 2 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen zu generieren. Strengere Meldepflichten, schärfere Sanktionen und mögliche Steuerreformen für Krypto-Anleger bilden den Kern des Plans. Das Ergebnis hängt von den parlamentarischen Debatten und der finalen Fassung des Gesetzes ab.

Quelle