Güterzug-Chaos bei der Bahn lässt Industrie in der Krise versinken
Claudia SchmidtGüterzug-Chaos bei der Bahn lässt Industrie in der Krise versinken
Deutsche Industrien leiden unter massiven Einschränkungen durch anhaltende Verspätungen im Güterzugverkehr der Deutschen Bahn. Unternehmen aus der Stahl-, Chemie- und Automobilbranche verzeichnen Milliardenverluste, da die Probleme im Schienengüterverkehr anhalten.
Stahlproduzenten wie Salzgitter und ArcelorMittal mussten ihre Produktion bereits drosseln. Fast die Hälfte ihrer Lieferungen ist auf die Schiene angewiesen – die aktuellen Störungen zwingen die Unternehmen nun zu Produktionskürzungen.
Auch die chemische Industrie steht unter Druck. Rund 25 Millionen Tonnen Chemikalien werden jährlich per Bahn in Deutschland transportiert. Verzögerungen bei Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten für Fertigwaren bringen die Produktionsketten durcheinander.
Die Autohersteller reagieren, indem sie mehr Güter auf den Straßenverkehr verlagern. Die reduzierte Transportkapazität der Bahn lässt ihnen kaum Alternativen – mit zusätzlichen Kosten und einer höheren Komplexität in den Lieferketten.
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert, Güterzüge auf Ausweichstrecken vorrangig zu behandeln. Die Deutsche Bahn wird aufgefordert, Planung, Koordination und Priorisierung des Güterverkehrs zu verbessern, um die Krise zu entschärfen.
Die Zugverspätungen kosten die Schlüsselsektoren der Wirtschaft Milliarden an entgangenen Einnahmen. Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie sind in hohem Maße auf zuverlässige Bahnverbindungen angewiesen. Dringendes Handeln der Deutschen Bahn ist nötig, um den Normalbetrieb wiederherzustellen und weitere wirtschaftliche Schäden abzuwenden.
