02 May 2026, 02:06

Wolfsangriff in Schwanewede: Schäfer gibt seltene Schafzucht nach Massaker auf

Offenes Buch mit einer Illustration eines Schafs, das in einem bewaldeten Gebiet mit Bäumen, Pflanzen und Wasser grast, begleitet von einem Text mit der Überschrift "Die Geschichte des Schafs" auf der rechten Seite.

Wolfsangriff in Schwanewede: Schäfer gibt seltene Schafzucht nach Massaker auf

Ein Wolfsrudel hat in Schwanewede eine gesamte Schafherde gerissen – der zweite derartige Vorfall innerhalb von nur drei Wochen. Der Hobby-Schäfer Karsten Bode verlor fast alle Tiere seiner geschützten Rasse, nur drei überlebten unverletzt. Die Zukunft der Schafzucht in der Region steht damit infrage.

Trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen kam es zum Angriff. Bode hatte 7.000 Euro in einen 1,70 Meter hohen Stahldrahtzaun investiert, der 60 Zentimeter tief im Boden verankert und mit Stacheldraht versehen war. Zudem war die Einzäunung mit 10.000 Volt unter Strom gesetzt – doch die Wölfe drangen dennoch ein.

Von den über 20 Tieren wiesen fast alle Bisswunden auf, vor allem im Halsbereich. Viele der schwer verletzten Schafe müssen voraussichtlich eingeschläfert werden. Nach dem Vorfall entschieden sich Bode und seine Frau, die Zucht ihrer seltenen, geschützten Schafrasse aufzugeben, und brachten die überlebenden Tiere in einen Stall.

Die örtlichen Behörden verweigerten eine Entschädigung mit der Begründung, der Zaun entspreche nicht den Vorschriften. In der Nähe campende Urlauber bemerkten den Angriff nicht – glücklicherweise kamen ihre Kinder den Wölfen nicht zu nahe.

Die wiederholten Attacken werfen ernste Fragen zur Sicherheit von Nutztieren und Menschen in der Region auf. Da solche Vorfälle die Schafhaltung wirtschaftlich unrentabel machen, bleibt die Zukunft dieser Tradition in der Gegend ungewiss.

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