USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Pistorius nennt Schritt "erwartet"
Claudia SchmidtUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Pistorius nennt Schritt "erwartet"
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen – als Teil einer umfassenderen Truppenreduzierung in Europa. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete den Schritt als erwartet und im Einklang mit den Interessen beider Nationen. Der Abzug soll in den kommenden sechs bis zwölf Monaten erfolgen.
Am Freitag, dem 1. Mai, bestätigten die USA ihre Entscheidung, die militärische Präsenz in Deutschland zu verringern. Derzeit sind dort 38.000 US-Soldaten stationiert, darunter auch wichtige Kommandostäbe für Europa und Afrika. Pistorius betonte, der Abzug sei absehbar gewesen und spiegle gemeinsame strategische Ziele wider.
NATO-Vertreter stimmen sich nun mit den USA ab, um die Details des Truppenabzugs zu finalisieren. Pistorius unterstrich zudem die Notwendigkeit, dass Europa seine eigenen Verteidigungsfähigkeiten stärken müsse. Er verwies auf die Pläne Deutschlands, die Bundeswehr von derzeit 185.000 auf 260.000 Soldaten auszubauen.
Kritiker halten diesen Ausbau jedoch für unzureichend. Sie verweisen auf wachsende Besorgnis angesichts dessen, was sie als zunehmende Bedrohung durch Russland beschreiben.
Der Abzug der US-Truppen wird sich schrittweise über das kommende Jahr hinziehen. Deutschlands Reaktion umfasst eine deutliche Aufstockung der Streitkräfte. Der Wandel deutet auf einen größeren Trend hin: Europäische Staaten sollen mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen.






