29 April 2026, 14:12

Terrassengebühren: Warum Gastronomen in manchen Städten bis zu 1.163 Euro zahlen müssen

Ein Restaurant in Berlin mit Holztischen und -stühlen vor einem großen Fenster, das eine Außenansicht von Fußgängern, Gebäuden und städtischen Elementen zeigt.

Terrassengebühren: Warum Gastronomen in manchen Städten bis zu 1.163 Euro zahlen müssen

Gebühren für Außengastronomie unterscheiden sich stark zwischen deutschen Kommunen – manche Städte erheben gar keine Abgaben

Eine neue Studie zeigt die deutlichen Unterschiede auf und verdeutlicht, wie die Kosten Gastronomen in der Hauptsaison belasten. Während die höchsten Gebühren über 1.000 Euro betragen, haben andere Städte die Abgaben komplett gestrichen, um lokale Betriebe zu entlasten.

Im Schnitt zahlen Restaurants für eine 25 m² große Terrasse, die von Mai bis September genutzt wird, 328 Euro. Doch in Wernigerode fallen mit 1.163 Euro die höchsten Kosten an – eine Summe, die auch auf eine Änderung aus dem Jahr 2023 zurückgeht. Schönebeck hingegen verlangt mit nur 52 Euro für denselben Zeitraum den niedrigsten Satz.

Fünf Kommunen – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Eisleben – haben die Terrassengebühren sogar vollständig abgeschafft. Dies spiegelt einen wachsenden Trend wider: Mittlerweile verzichtet jede fünfte der befragten Städte auf solche Abgaben. Der Bund der Steuerzahler fordert die Kommunalverwaltungen auf, die Gebühren zu begrenzen, da ihr Wegfall die Haushalte kaum belasten würde.

Die Außengastronomie spielt eine zentrale Rolle für die Belebung der Innenstädte. Viele Wirte sind auf Terrassen angewiesen, um Gäste anzulocken – besonders in den wärmeren Monaten. Hohe Gebühren können jedoch kleine Betriebe zusätzlich belasten, die ohnehin mit steigenden Kosten zu kämpfen haben.

Die Studie unterstreicht die finanzielle Last für Gastronomen in Städten mit hohen Terrassengebühren. Während einige Kommunen auf Abgaben verzichten, um die Betriebe zu entlasten, halten andere an hohen Kosten fest. Der Bund der Steuerzahler setzt sich weiterhin für mehr Zurückhaltung ein und betont, dass niedrigere Gebühren den Unternehmen helfen könnten, ohne die kommunalen Haushalte spürbar zu belasten.

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