17 March 2026, 00:09

SPD will Landapotheken mit höheren Festbeträgen vor dem Aus retten

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Einsparungen für Steuerzahler seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise aushandeln kann" mit einem Logo.

SPD will Landapotheken mit höheren Festbeträgen vor dem Aus retten

Die SPD hat Pläne unterstützt, lokale Apotheken durch höhere Festbeträge und ein erweitertes Leistungsangebot zu stärken. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der ländliche Apotheken unter wachsendem finanziellen Druck stehen – Hundertschaft von ihnen mussten in den letzten Jahren schließen. Parteimitglieder betonen, dass diese Änderungen entscheidend seien, um die grundlegende Gesundheitsversorgung in den Gemeinden zu erhalten.

Allein 2025 stellten über 500 Apotheken ihren Betrieb ein, wobei ländliche Regionen besonders betroffen waren. In Nordrhein-Westfalen schlossen im selben Jahr 97 Filialen, während sich die Zahl der Städte mit nur noch einer verbleibenden Apotheke innerhalb eines Jahrzehnts nahezu verdoppelte. Die SPD-Politikerin Tanja Machalet hob ihre Rolle als verankernde Säule der Gemeinschaft hervor: Sie böten unverzichtbare Dienstleistungen und unterstützten sogar die lokale Demokratie.

Mit ihrem Gesetzentwurf will die SPD die Arbeitsbedingungen in Apotheken modernisieren, den Fachkräftemangel angehen und die zukünftige Arzneimittelversorgung sichern. Dr. Christos Pantazis bezeichnete den Festbetrag als "Grundpfeiler der Gesundheitsversorgung" und warnte, dass eine Ablehnung der Erhöhung die Verfügbarkeit von Medikamenten gefährden könnte. Zudem soll das Aufgabenspektrum der Apotheken erweitert werden: Künftig könnten sie als "Gesundheitslotsen" fungieren und über die bloße Abgabe von Rezepten hinaus weitere Services anbieten.

Besonders für inhabergeführte Landapotheken bleibt die finanzielle Stabilität jedoch ein zentrales Problem. Die SPD pocht darauf, dass Reformen die Apothekenfinanzierung mit den Budgetgrenzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Einklang bringen müssen. Ohne Anpassungen drohten weitere Schließungen, so die Partei, was Patienten noch weniger Wahlmöglichkeiten lassen würde.

Die geplanten Änderungen sehen höhere Festbeträge und erweiterte Aufgabenbereiche für Apotheken vor – ihr Erfolg hängt jedoch von einer langfristigen Finanzierungssicherung ab. Bei einer Umsetzung könnten die Reformen den Rückgang ländlicher Apotheken bremsen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung verbessern. Der Vorstoß der SPD spiegelt dabei die wachsende Sorge wider, wie Leistungen in unterversorgten Regionen aufrechterhalten werden können.

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