Skandal in der Oberliga: Zu viele Wechsel verändern die Tabelle radikal
Hannah FuchsSkandal in der Oberliga: Zu viele Wechsel verändern die Tabelle radikal
Ein Sportgericht hat die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar neu geordnet, nachdem zwei Vereine gegen die Auswechselregeln verstoßen hatten. Sowohl der FC Cosmos Koblenz als auch der FV Diefflen mussten Strafen hinnehmen, weil sie in jüngsten Spielen zu viele Auswechslungen vorgenommen hatten. Die Entscheidungen haben die Tabelle durcheinandergebracht – und das bei nur noch vier ausstehenden Spieltagen.
Zunächst prüfte das Gericht eine Partie zwischen dem FC Cosmos Koblenz und FC Rot-Weiß Koblenz. Der FC Cosmos hatte einen vierten Wechsel vorgenommen und damit gegen die Ligaregeln verstoßen. Als Konsequenz wurde das Spiel mit einem 2:0-Sieg für Rot-Weiß Koblenz und einer 0:2-Niederlage für Cosmos gewertet. Zudem wurden dem Verein drei Punkte abgezogen.
Ein weiterer Fall betraf das Auswärtsspiel des FV Diefflen gegen den SC Idar-Oberstein. Diefflen hatte einen sechsten Spieler eingewechselt, woraufhin Idar-Oberstein nachträglich ein 2:0 zugesprochen bekam. Zudem erhielt der SC Idar-Oberstein drei Zusatzpunkte und kletterte damit auf 31 Zähler in der Tabelle.
Beide Koblenzer Teams – Rot-Weiß und Cosmos – bleiben sicher im Mittelfeld und müssen sich keine Abstiegssorgen machen. Doch anderswo hatten die Urteile größere Auswirkungen: Durch den Punktezuwachs überholte Idar-Oberstein den FV Diefflen, der nun bei 30 Punkten steht. Auch Vereine aus Ludwigshafen, Dudenhofen und Eisbachtal sahen sich durch die Verschiebungen mit veränderten Abstiegsrisiken konfrontiert.
Die Entscheidungen des Gerichts haben den Abstiegskampf in der Oberliga entscheidend verändert. Der SC Idar-Oberstein liegt nun mit knappem Vorsprung vor dem FV Diefflen – bei nur noch vier verbleibenden Spielen. Gleichzeitig kämpfen andere Mannschaften nun noch härter, um den Gang in die Tiefe zu vermeiden.






