Massenstreik in Sozial- und Bildungsbereich: 330.000 legen Arbeit nieder
Claudia SchmidtMassenstreik in Sozial- und Bildungsbereich: 330.000 legen Arbeit nieder
Rund 330.000 Beschäftigte in den Bereichen Soziales und Bildung haben die Arbeit niedergelegt, nachdem die Tarifverhandlungen im vergangenen Monat gescheitert sind. Die von der Gewerkschaft ver.di organisierten Streiks zielen darauf ab, die Arbeitgeber vor den weiteren Verhandlungen Mitte Mai zu Zugeständnissen bei den Arbeitsbedingungen zu bewegen.
Die Arbeitsniederlegungen begannen, nachdem die Gespräche am 22. März abgebrochen waren. Beschäftigte aus der Behindertenhilfe in Niedersachsen und Bremen schlossen sich dem Streik am 12. Mai an. Ihre Forderungen umfassen höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Lösungen für den Personalmangel.
In Oldenburg übergaben Demonstranten Bürgermeister Jürgen Krogmann eine Petition mit ihren zentralen Anliegen. Der ver.di-Sekretär Michael Patschkowski kritisierte die Arbeitgeber scharf, weil sie in den Verhandlungen keine Fortschritte gemacht hätten. Er warf ihnen vor, die Sorgen der Beschäftigten zu ignorieren.
Mit den Streiks soll der Druck vor der dritten Verhandlungsrunde erhöht werden, die am 16. und 17. Mai im Kongresshotel Potsdam stattfindet. Die Arbeitskämpfe spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen den Beschäftigten und den kommunalen Arbeitgebern wider. Da die Gespräche bald wiederaufgenommen werden, stehen beide Seiten unter Zugzwang, eine Einigung zu erzielen. Das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte in Bildung und Sozialwesen im ganzen Land betreffen.






