Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Projekt auf 2,4 Millionen Euro
Claudia SchmidtSerengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Projekt auf 2,4 Millionen Euro
Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt Logistikunternehmen wegen fehlgeschlagener Transportplanung
Der Streit dreht sich um einen ausgemusterten Airbus mit dem Namen Kurt Schumacher, den der Park zu einem Restaurant mit 200 Plätzen umbauen wollte. Eine mangelhafte Machbarkeitsstudie hat nun zu einer Schadensersatzklage über 2,4 Millionen Euro geführt.
Der Serengeti-Park hatte den Airbus erworben, um ihn zu einem einzigartigen Gastronomiebetrieb umzufunktionieren. Rund 150 Sitzplätze sollten innerhalb des Flugzeugs entstehen, weitere 50 im Außenbereich. Doch das Projekt geriet ins Stocken, als die Studie des Logistikunternehmens entscheidende Details übersehen hatte.
Im Feasibility-Bericht fehlten Hinweise auf geschützte Landschaftsgebiete entlang der geplanten Transportroute. Diese Panne führte zu einer vierjährigen Verzögerung, in der zusätzliche Kosten für Flughafenmieten, Gutachter und weitere Ausgaben anfielen. Der Park behauptet, das Flugzeug niemals gekauft zu haben, wenn die vollen Herausforderungen bekannt gewesen wären.
Das Logistikunternehmen wehrt sich gegen die Klage. Es argumentiert, die Studie habe sich lediglich auf die technische Machbarkeit bezogen, nicht jedoch auf umweltrechtliche oder behördliche Hürden. In öffentlichen Quellen finden sich keine vergleichbaren Fälle von Schwertransporten in Deutschland in den letzten fünf Jahren.
Der Serengeti-Park fordert nun 2,4 Millionen Euro Entschädigung für die Verzögerungen und Mehrkosten. Das Urteil wird zeigen, ob das Logistikunternehmen für das Versäumnis haftbar gemacht wird. Derweil bleibt der Airbus am Boden – die juristischen Auseinandersetzungen laufen noch.






