21 March 2026, 00:12

Schweitzer schließt Große Koalition in Rheinland-Pfalz nicht aus – trotz SPD-Siegessicherheit

Ein Bleistift-Zeichnung mit dem Titel "Nürnberg, Deutschland" von Joseph Mallord William Turner, die eine Stadtansicht mit einem Fluss, Gebäuden, Bäumen und einer Brücke zeigt.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Schweitzer schließt Große Koalition in Rheinland-Pfalz nicht aus – trotz SPD-Siegessicherheit

SPD-Chef Alexander Schweitzer hat sich geweigert, eine große Koalition in Rheinland-Pfalz nach der anstehenden Landtagswahl auszuschließen. Die Region, die seit Langem von der SPD regiert wird, steht vor einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU in den Umfragen. Schweitzer zeigt sich zwar siegessicher, deutet aber an, dass er notfalls zu einer Zusammenarbeit bereit wäre.

Die SPD hält in Rheinland-Pfalz seit 1991 die Macht, doch aktuelle Umfragen deuten auf ein enges Rennen mit der CDU hin. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich die beiden Parteien abwechselnd an der Spitze von Koalitionen befunden, wobei die SPD ihre Position nach 2016 unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer festigen konnte. Ehemalige SPD-Spitzenpolitiker wie Kurt Beck und Rudolf Scharping unterstützen öffentlich Schweitzers Wahlkampf.

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Schweitzer verglich seine Rolle mit der eines Schiffskapitäns und betonte seinen Willen, das Ruder fest in der Hand zu behalten. Zwar schloss er eine Zusammenarbeit mit der CDU nicht aus, machte aber klar, dass er die nächste Regierung führen wolle. Die politische Landschaft des Bundeslandes ist geprägt von einem stabilen Zweiparteiensystem – anders als die Verschiebungen in Ostdeutschland oder der Aufstieg der Grünen in anderen westdeutschen Regionen.

Die SPD kommt in Rheinland-Pfalz seit Jahren auf stabile Wahlergebnisse zwischen 25 und 40 Prozent, während sie bundesweit an Zustimmung verliert. Sollte keine Partei eine klare Mehrheit erreichen, könnten Koalitionsgespräche folgen, wobei Schweitzer sich alle Optionen offenhält.

Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob die SPD ihre lange Regierungszeit fortsetzen oder eine Partnerschaft aushandeln muss. Schweitzers Bereitschaft, eine große Koalition in Betracht zu ziehen, zeigt pragmatisches Handeln in einem hart umkämpften Wahlkampf. Das Ergebnis könnte zudem übergeordnete Trends in den westdeutschen Bundesländern widerspiegeln, wo SPD und CDU weiterhin die Politik dominieren.

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