23 April 2026, 14:17

Salzgitter startet revolutionäre Wasserstoff-Anlage für grüneren Stahl

Ausführliches technisches Zeichnung des Eisernen Texas-Dampfmaschine, die ihren Rumpf, Komponenten und Anmerkungen zeigt.

Salzgitter startet revolutionäre Wasserstoff-Anlage für grüneren Stahl

Salzgitter AG beginnt Bau einer Demonstrationsanlage für klimafreundliche Stahlproduktion

Die Salzgitter AG hat mit dem Bau einer neuen Demonstrationsanlage zur Herstellung von direktreduziertem Eisen (DRI) unter Einsatz von Erdgas und Wasserstoff begonnen. Die unter dem Namen μDRAL (Mikro-DRAL) geführte Anlage markiert einen entscheidenden Schritt des Unternehmens auf dem Weg zur Senkung der CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion. Sobald sie in Betrieb geht, wird sie dazu beitragen, die Abhängigkeit von Kohle in Hochöfen und Lichtbogenöfen zu verringern.

Die Anlage ist weltweit die erste ihrer Art, die flexibel mit Erdgas, Wasserstoff oder einer Mischung aus beiden betrieben werden kann. Ihre Produktionskapazität wird bei bis zu 2.500 Kilogramm pro Tag liegen, wobei sich der Brennstoffmix stufenlos von 0 bis 100 Prozent anpassen lässt. Der Bau ist Teil der SALCOS-Initiative (Salzgitter Low CO₂ Steelmaking), die bis 2050 eine Reduzierung der CO₂-Emissionen in der Stahlherstellung um 95 Prozent anstrebt.

Die Salzgitter AG investiert 13,6 Millionen Euro in das Projekt, wobei 40 Prozent der Mittel vom Bundesumweltministerium bereitgestellt werden. Die zugrundeliegende Technologie der μDRAL-Anlage überzeugt durch ihre Effizienz: Sie bietet das optimale Verhältnis zwischen Investitionskosten, Stromverbrauch und CO₂-Einsparungen – nicht nur in der Stahlbranche, sondern branchenübergreifend.

Die Produktion soll in der ersten Jahreshälfte 2022 anlaufen. Die Anlage wird wertvolle Daten für die Hochskalierung klimaneutraler Stahlherstellungsverfahren liefern. Das Unternehmen betont jedoch, dass unterstützende wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen entscheidend sein werden, um die langfristigen Klimaziele zu erreichen.

Professor Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG, erklärte, die Anlage unterstreiche die Vorreiterrolle des Konzerns bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie.

Die μDRAL-Anlage wird zunächst direktreduziertes Eisen für Hoch- und Lichtbogenöfen bereitstellen und so den Kohleverbrauch senken. Durch den flexiblen Betrieb mit Wasserstoff und Erdgas positioniert sich die Salzgitter AG an der Spitze der nachhaltigen Stahlproduktion. Der Erfolg des Projekts hängt dabei sowohl von der technischen Leistungsfähigkeit als auch von einer zügigen politischen Förderung ab, um die Technologie flächendeckend einzuführen.

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