23 April 2026, 22:09

Deutsche meiden die Bahn: Warum Verspätungen und Unzuverlässigkeit die Geduld aufbrauchen

Eine Gruppe von Menschen steht um einen Zug auf einem Gleis, einige sitzen im Zug und andere stehen draußen, in der Nähe von Gebäuden und Bäumen, mit Text 'Ludwigs-Eisenbahn, der erste Bahnhof in Deutschland' unten.

Deutsche meiden die Bahn: Warum Verspätungen und Unzuverlässigkeit die Geduld aufbrauchen

Eine neue Umfrage offenbart wachsende Frustration unter Deutschen mit der Bahn. Immer mehr Menschen meiden Zugreisen wegen anhaltender Verspätungen und Unzuverlässigkeit. Die Ergebnisse zeigen zudem eine starke Unterstützung für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten Land.

Mehr als ein Drittel der Befragten gibt zu, Zugfahrten nach Möglichkeit aktiv zu vermeiden. Chronische Verspätungen und Störungen sind die Hauptgründe für diesen Wandel. Weitere 26 Prozent vereinbaren wichtige Termine nicht mehr an Tagen, an denen sie mit der Bahn reisen müssen – aus Angst, zu spät zu kommen.

Die Umfrage beleuchtet auch allgemeine Trends bei den Verkehrsmittelpräferenzen. Nur 16 Prozent der Deutschen sehen die Bahn als ihr bevorzugtes Verkehrsmittel für die nächsten fünf Jahre. Stattdessen setzen weiterhin 76 Prozent auf das private Auto. Dennoch befürworten etwa zwei Drittel der Befragten Vorschläge für kostenlosen Nahverkehr sowie ein dichteres Angebot an Bus- und Bahnverbindungen.

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Die Deutsche Bahn wehrt sich gegen die Ergebnisse. Das Unternehmen argumentiert, die Umfrage spiegle nicht wider, wie häufig Menschen tatsächlich Züge nutzen.

Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Pünktlichkeitsprobleme viele Deutsche von der Bahn abbringen. Mehr als ein Viertel plant inzwischen zusätzliche Pufferzeit für Zugfahrten ein, um mögliche Verspätungen auszugleichen. Gleichzeitig wachsen die Forderungen nach besseren ÖPNV-Angeboten – auch wenn das Auto weiterhin das dominierende Verkehrsmittel bleibt.

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