Salzgitter kämpft um den Erhalt des Flexo-Bedarfbusdienstes bis 2026
Claudia SchmidtSalzgitter kämpft um den Erhalt des Flexo-Bedarfbusdienstes bis 2026
Kampagne zur Rettung des Flexo-Bedarfbusdienstes in Salzgitter
Eine Initiative kämpft darum, den Flexo-Bedarfbusverkehr in Salzgitter zu retten, bevor die Finanzierung ausläuft. Der Service, der Gebiete wie Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt verbindet, steht nach 2026 vor einer ungewissen Zukunft. Anwohner, darunter auch Studierende, setzen sich nun mit Petitionen und direkten Appellen an Verantwortliche für den Erhalt ein.
Der Flexo-Dienst wurde mit Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt, der seit Beginn 50 Prozent der Kosten trägt. Diese Förderung läuft jedoch Ende 2026 aus. Danach müssten die einzelnen Kommunen die Finanzierung übernehmen, soll der Betrieb fortgesetzt werden.
Zwei Studentinnen, Esila Isbilir und die 19-jährige Ece Hickorkmaz, haben die Führung in der Rettungsaktion übernommen. Isbilir startete eine Online-Petition, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt hat. Hickorkmaz, die für ihre anstehende Berufsausbildung auf den Flexo-Bus angewiesen ist, betont, wie wichtig der Service für Studierende und Pendler sei.
Die beiden wandten sich an lokale Politiker, darunter Christian Striese, Bürgermeister des Salzgitterer Stadtteils Nordost, sowie an den Betriebsrat der KVG. Zudem verteilten sie Flyer, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Währenddessen haben einige Nachbarregionen ihre Flexo-Linien bereits gesichert: Der Landkreis Gifhorn hat die Finanzierung bis 2033 gesichert, Baddeckenstedt bis 2031.
Die endgültige Entscheidung, ob Salzgitter den Flexo-Dienst nach 2026 behält, liegt nun bei den kommunalen Politikern. Ohne weitere Mittel wird der Service in der Region eingestellt.
Falls keine neue Finanzierung vereinbart wird, endet der Flexo-Betrieb in Salzgitter Ende 2026. Die Kampagne von Studierenden und Anwohnern unterstreicht die Bedeutung des Angebots für den täglichen Verkehr – besonders für diejenigen, die keine Alternativen haben. Das weitere Schicksal hängt davon ab, ob die lokalen Behörden die notwendigen Mittel bereitstellen.






