23 April 2026, 18:09

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika beim Girls' und Boys' Day – Streit um Demokratie und Bildung

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaarbeit ist eine nationale Geißel - Sollen wir der Industrie gestatten, das Land zu fesseln" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika beim Girls' und Boys' Day – Streit um Demokratie und Bildung

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern die Teilnahme an Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD untersagt. Betroffen ist in diesem Jahr der Girls' und Boys' Day, eine jährliche Initiative, die Jugendlichen Einblicke in verschiedene Berufe ermöglicht. Über 20 Bewerbungen für Praktika bei der AfD waren eingereicht worden, bevor das Verbot bekannt gegeben wurde.

Bildungsminister Jan Riedel verteidigte die Entscheidung und betonte, Schulen müssten verfassungsgemäße Werte wahren. Er verwies auf die Einstufung der AfD als rechtsextrem in Teilen Deutschlands und bezeichnete eine Zusammenarbeit mit der Partei als unangemessen. Zudem kritisierte Riedel das Programm der AfD, dem er undemokratische und menschenverachtende Elemente vorwirft.

Die AfD lehnte das Verbot als politisch motiviert ab. Ein Sprecher argumentierte, die Landtagsfraktion sei eine eigenständige juristische Person und nicht mit der Partei gleichzusetzen. Zudem betonte er, Schüler sollten die Möglichkeit haben, sich mit einem gewählten parlamentarischen Gremium auseinanderzusetzen.

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Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob öffentliche Einrichtungen eine im Parlament vertretene Partei ausschließen dürfen. Die AfD wirft dem Land vor, ihre Mitglieder unfair zu diskriminieren, während die Landesregierung auf ihre Pflicht zum Schutz demokratischer Grundsätze pocht.

Das Verbot verhindert, dass Schüler im Rahmen des anstehenden Girls' und Boys' Day Praktika bei der AfD absolvieren. Behörden machen deutlich, dass die Maßnahme auf Bedenken gegenüber der politischen Ausrichtung der Partei zurückzuführen ist. Die AfD kündigte an, gegen die Entscheidung vorzugehen, und argumentiert, sie schränke Bildungsmöglichkeiten ein.

Quelle