Pytlick vs. SG Flensburg: Warum der Handballstar vorzeitig zu den Füchsen Berlin will
Claudia SchmidtPytlick vs. SG Flensburg: Warum der Handballstar vorzeitig zu den Füchsen Berlin will
Simon Pytlick, der 25-jährige dänische Handballstar, steht im Mittelpunkt eines wachsenden Streits zwischen der SG Flensburg und den Füchsen Berlin. Der Linksaußen, der 2022 zu Flensburg wechselte, hat die Vereinsführung öffentlich kritisiert und strebt nun einen vorzeitigen Abschied an. Sein Vertrag mit Berlin läuft zwar erst ab 2027, doch die Spannungen um einen möglichen früheren Wechsel nehmen zu.
Pytlick, Weltmeister, Europameister und Olympiasieger, bestritt in drei Spielzeiten 73 Ligapartien und neun Pokalspiele für Flensburg. Trotz seiner Erfolge erklärte er kürzlich, er vertraue der Vereinsführung nicht mehr. Seine Frustration wächst, da Gespräche über einen vorzeitigen Wechsel zu Berlin ins Stocken geraten sind.
Sowohl Flensburgs Sportdirektor Ljubomir Vranjes als auch der Präsident der Füchse Berlin, Bob Hanning, wiesen Medienberichte über eine Ablösesumme von über einer Million Euro zurück. Hanning bestätigte zwar, Berlin habe ein "substanzielles Angebot" unterbreitet, betonte aber, man werde nicht überbezahlen, da Pytlick ab 2027 ohnehin zum Kader gehöre.
Flensburg kündigte ein klärendes Gespräch mit Pytlick an. Unterdessen äußerte sich sein dänischer Nationalmannschaftskollege und künftiger Berlin-Spieler Mathias Gidsel verständnisvoll: Von außen betrachte sei die Situation "schwierig".
Aktuell finden zwischen den beiden Clubs keine offiziellen Verhandlungen statt. Während Pytlick und Berlin auf einen vorzeitigen Transfer drängen, blockiert Flensburg eine Einigung. Sollte es keinen Kompromiss geben, könnte der dänische Star bis zum vertragsgemäßen Wechsel 2027 in Flensburg bleiben. Die Zukunft des Ausnahmeathleten bleibt vorerst ungewiss.






