05 May 2026, 12:09

Proteste gegen rechtsextreme Vernetzung der "Gladiator Fight Academy" in Halle

Gruppe von Menschen mit einem Banner "Öffne die Grenzen, rette Leben, bekämpfe Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Proteste gegen rechtsextreme Vernetzung der "Gladiator Fight Academy" in Halle

Proteste gegen „Gladiator Fight Academy“ in Halle: Vorwürfe der rechtsextremen Vernetzung

Am vergangenen Wochenende fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Demonstration gegen die „Gladiator Fight Academy“ statt. Die Teilnehmer warfen der Kampfsportschule vor, rechtsextreme Strukturen zu fördern, und forderten ihre Schließung. Die Kundgebung erfolgte nur wenige Tage nach einem umstrittenen Kampfsport-Event des Gyms im thüringischen Teutschenthal.

Im Fokus der Proteste stand die „Gladiator Fight Academy“, die Kritiker als Treffpunkt für rechtsextreme Rekrutierung anprangern. Die Organisatoren der Demonstration warfen der Stadt vor, den Betrieb des Gyms trotz der mutmaßlichen extremistischen Verbindungen zu dulden. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen äußerten die Demonstranten Besorgnis über den wachsenden Einfluss der Einrichtung.

Laut Polizeangaben nahmen etwa 170 Menschen an der Kundgebung teil, die Veranstalter sprachen hingegen von 300 Teilnehmern. Mit Rufen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ forderten Redner die sofortige Schließung des Gyms. Der Protest folgte auf die Premiere der „Gladiator Fight Series“ in Teutschenthal, bei der das Publikum Verbindungen zur rechtsextremen Szene aufwies.

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Zu den führenden Köpfen der „Gladiator Fight Academy“ zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Eine weitere Schlüsselfigur ist Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer mit Kontakten zu extremistischen Hooligan-Netzwerken, der selbst bei Veranstaltungen des Gyms antritt. Berichten zufolge duldet die Akademie offen Gewalt und Diskriminierung und pflegt enge Verbindungen zu männlich dominierten rechtsextremen Bewegungen.

Beim Event in Teutschenthal waren unter den Besuchern auch Mitglieder und Kandidaten der AfD vertreten. Die Demonstranten kritisierten im Nachgang die lokalen Behörden für die Genehmigung solcher Zusammenkünfte und warnten vor einer Normalisierung von Extremismus im Vorfeld der Wahlen.

Die Kundgebung unterstrich die anhaltenden Spannungen um die Aktivitäten der „Gladiator Fight Academy“. Die Polizei begleitete die friedlich verlaufene Demonstration, bei der es zu keinen größeren Zwischenfällen kam. Die Führung des Gyms hat sich bisher weder zu den Forderungen nach einer Schließung noch zu den Vorwürfen der extremistischen Verstrickungen geäußert.

Quelle