Polizeieinsatz in Bockhorn: Streit um gerettetes Rehkitze eskaliert
Streit um ein Rehkitze führt zu Polizeieinsatz in Bockhorn
Ein Streit um ein Rehkitze hat diese Woche in Bockhorn zu einem Polizeieinsatz geführt. Der Vorfall begann, als ein 24-jähriger Mann das Jungtier im Wald bei Varel entdeckte und mit nach Hause nahm. Die Behörden griffen später ein, um den Konflikt zwischen dem Finder und einem örtlichen Ehepaar über die weitere Betreuung des Tieres zu schlichten.
Der Mann hatte das Kitze zunächst selbst versorgt, es dann aber an das in der Nähe wohnende Paar übergeben. Als er das Tier zurückforderte, weigerten sich die beiden, es herauszugeben. Der Streit eskalierte, sodass die Polizei eingeschaltet werden musste.
Die Beamten veranlassten, dass das Kitze in eine Wildtierauffangstation nach Varel gebracht wurde. Der örtliche Jagdpächter unterstützte die Übergabe. Dort erhält das Tier nun die notwendige Pflege, bis es alt genug für die Auswilderung ist.
Zudem leiteten die Behörden Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen Jagd- und Wildschutzbestimmungen ein. Die Polizei erinnerte die Bevölkerung daran, sich nicht ohne Not wilden Jungtieren zu nähern. Wanderer sollten Abstand halten und nur dann Fachleute kontaktieren, wenn ein Tier verletzt oder in Gefahr erscheint.
Das Rehkitze befindet sich weiterhin in fachkundiger Obhut im Wildtieraufzuchtzentrum Varel. Seine spätere Freilassung hängt von seiner Entwicklung und Gesundheit ab. Die Polizei prüft weiterhin, ob bei dem Vorfall gegen artenschutzrechtliche Vorschriften verstoßen wurde.






