PCK-Raffinerie in Schwedt droht Produktionsrückgang durch Öl-Lieferengpässe
Claudia SchmidtPCK-Raffinerie in Schwedt droht Produktionsrückgang durch Öl-Lieferengpässe
Raffinerie PCK in Schwedt steht vor drastischem Produktionsrückgang nach Lieferengpässen bei kasachischem Öl
Die PCK-Raffinerie in Schwedt muss mit einem deutlichen Rückgang der Produktion rechnen, nachdem die Lieferungen von kasachischem Öl ins Stocken geraten sind. Sollte der Transit über die Druschba-Pipeline vollständig unterbrochen werden, könnte die Kapazität laut Betriebsrat auf nur noch 65 Prozent sinken. Unterdessen hat die Landesregierung Brandenburgs Steuersenkungen beschlossen, um Autofahrer angesichts steigender Spritpreise zu entlasten.
Ausgelöst wurde die Krise durch Unterbrechungen beim Ölfluss durch die Druschba-Pipeline, die kasachisches Rohöl nach Europa transportiert. Danny Ruthenburg, Vorsitzender des PCK-Betriebsrats, warnte, dass ein anhaltender Lieferstopp die Produktion der Raffinerie um mehr als ein Drittel reduzieren würde. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Produktion in Schwedt nicht vollständig zum Erliegen kommen werde.
Der Brandenburgische Landtag wird sich am Donnerstag mit den Folgen der Krise befassen. Die Abgeordneten wollen untersuchen, warum die Preise für Kraftstoffe und Energie in die Höhe geschnellt sind, und nach möglichen Lösungen suchen. Die jüngste Zuspitzung der Konflikte im Nahen Osten hat die Öl- und Gaspreise weiter in die Höhe getrieben und die Lage zusätzlich verschärft.
Als Reaktion darauf hat die Landesregierung vorübergehende Steuererleichterungen eingeführt. Die Steuern auf Diesel und Benzin werden um etwa 17 Cent pro Liter (brutto) gesenkt, was Autofahrern etwas Entlastung bringen soll. Zudem prüfen die Behörden alternative Lieferketten, darunter Routen über die Häfen von Danzig und Rostock.
Die verringerte Kapazität der Raffinerie und die steigenden Kraftstoffkosten werden die Debatte am Donnerstag dominieren. Mit den Steuersenkungen und neuen Importwegen soll die Belastung für Autofahrer und Unternehmen gemildert werden. Die Behörden beobachten die Lage weiter genau, während der Energiemarkt weiterhin volatil bleibt.






