Osnabrücks Wohnungsamt kämpft mit Rekord-Wartezeiten – doch Hilfe ist in Sicht
Claudia SchmidtOsnabrücks Wohnungsamt kämpft mit Rekord-Wartezeiten – doch Hilfe ist in Sicht
Wohnungsamt in Osnabrück kämpft mit wachsenden Verzögerungen bei steigenden Antragszahlen
Die Bearbeitungszeiten im Osnabrücker Wohnungsamt haben sich mittlerweile auf zwölf Wochen ausgedehnt – und die Wartezeiten nehmen weiter zu. Als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage hat die Stadt fünf neue feste Stellen geschaffen; für 2023 sind neun weitere Positionen geplant.
Der starke Anstieg der Anträge zwingt die Behörde zum Ausbau des Teams. Fünf neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bereits eingestellt, neun weitere Stellen sind im Personalplan für das kommende Jahr vorgesehen. Da die Einarbeitung der neuen Kräfte jedoch Zeit in Anspruch nimmt, dürften sich die Verzögerungen vorerst fortsetzen.
Heike Pape, Mitglied des Vorstands, räumte die Überlastung des Systems ein. Als Hauptgrund für den Rückstau nannte sie den deutlichen Anstieg der Antragszahlen. Um Bürgerinnen und Bürgern den Prozess zu erleichtern, bietet die Stadt verschiedene Hilfsangebote an – darunter den Chatbot „Toni“ sowie Schritt-für-Schritt-Erklärvideos.
Anträge auf Wohngeld können über das Serviceportal der Stadt, per E-Mail, postalisch oder persönlich im Stadthaus 1 oder 2 gestellt werden. Zudem steht unter service.osnabrueck.de/wohngeldrechner ein Online-Rechner zur Verfügung, mit dem vorab die voraussichtliche Berechtigung geprüft werden kann. Für direkte Unterstützung ist eine Hotline unter der Nummer 0541 323 3444 zu festgelegten Zeiten erreichbar.
Antragstellende werden aufgefordert, sämtliche erforderlichen Unterlagen direkt einzureichen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Wer bereits Wohngeld bezieht, erhält ab Januar automatisch angepasste Zahlungen – vorausgesetzt, die Bewilligungsdauer ist noch gültig.
Die Stadt unternimmt Schritte, um den Druck zu verringern, doch bis die neuen Mitarbeiter voll einsatzbereit sind, wird es vorerst bei längeren Bearbeitungszeiten bleiben. Bürgerinnen und Bürger können Online-Tools und Beratungsangebote nutzen, um ihre Anträge zu beschleunigen. Ohne vollständige Unterlagen ist jedoch weiterhin mit verlängerten Wartezeiten zu rechnen.






