02 May 2026, 18:16

Osnabrücks radikaler Klimaplan: Eine Tonne CO₂ pro Kopf bis 2040 – schafft die Stadt das?

Plakat mit der Aufschrift "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" mit Logo, das für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Osnabrücks radikaler Klimaplan: Eine Tonne CO₂ pro Kopf bis 2040 – schafft die Stadt das?

Osnabrück präsentiert ehrgeizigen Klimaplan: Emissionen senken, Erneuerbare ausbauen

Die Stadt Osnabrück hat einen ambitionierten Klimaplan vorgestellt, der die Emissionen drastisch reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben soll. Bis 2040 will Osnabrück den Pro-Kopf-CO₂-Ausstoß von derzeit sieben Tonnen auf nur noch eine Tonne pro Jahr senken. Maßgeblich mitgeprägt wurde die Strategie von der Bürgerinitiative Osnabrück klimaneutral, die sich für strengere Umweltmaßnahmen eingesetzt hatte.

Der Plan setzt klare Ziele in den Bereichen Verkehr, Wärmeversorgung und Energie. Bis 2040 soll der Radverkehrsanteil von aktuell 20 auf 35 Prozent aller Wege steigen. Fossile Heizsysteme werden schrittweise abgeschafft, stattdessen sollen Fernwärmenetze ausgebaut werden. Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen decken dann den steigenden Strombedarf durch Elektroautos und Wärmepumpen.

Um die Strategie weiter zu verfeinern, arbeitet die Stadt mit der Hamburg Institut Consulting GmbH zusammen. Expert:innen analysieren, wo sich CO₂-Einsparungen in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität am effektivsten umsetzen lassen. Zudem prüft der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zentrale Handlungsfelder auf Verbesserungspotenzial.

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Die Bürgerbeteiligung spielt eine zentrale Rolle bei der Finalisierung des Plans. Vom 12. September bis 7. Oktober läuft eine Online-Konsultation, bei der Anwohner:innen ihre Meinungen einbringen können. Am 25. September kommt ein Bürgerforum zusammen, zu dem 500 zufällig ausgeloste Osnabrücker:innen und Vertreter:innen aus der Gemeinschaft eingeladen sind, um über die Vorschläge zu diskutieren.

Die Stadtverwaltung hat sich selbst ein noch ehrgeizigeres Ziel gesetzt: Osnabrück strebt bereits bis 2030 Klimaneutralität an – ganze zehn Jahre vor dem übergeordneten 2040-Ziel.

Der fertige Klimaplan wird aufzeigen, wie Osnabrück seine Emissionen in den nächsten zwei Jahrzehnten drastisch reduzieren will. Bis die Strategie feststeht, haben die Bürger:innen mehrere Möglichkeiten, sich einzubringen. Gelingen die Maßnahmen, könnten sie die Energieerzeugung, Gebäudebeheizung und Mobilität in der Stadt grundlegend verändern.

Quelle