26 March 2026, 18:07

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Umsatz bricht um 1,8 Prozent ein – doch es gibt Hoffnungsträger

Schwarz-weiß-Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit zusätzlichen Textanmerkungen.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Umsatz bricht um 1,8 Prozent ein – doch es gibt Hoffnungsträger

Umsatzrückgang in Niedersachsen: 2024 sinkt das Volumen um 1,8 Prozent auf 746 Milliarden Euro

Der Geschäftsumsatz in Niedersachsen ist 2024 um 1,8 Prozent gesunken und lag bei rund 746 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich für den Rückgang waren die schwächelnde Industrie und der Energiesektor, obwohl bestimmte Dienstleistungsbranchen Zuwächse verzeichneten. Gleichzeitig stieg die Zahl der registrierten Unternehmen in der Region leicht um 0,6 Prozent auf 276.260.

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Die größten Verluste verzeichnete der verarbeitende Sektor, wo der Umsatz um 5,5 Prozent einbrach. Besonders betroffen waren der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung. Auch Energieversorger mussten einen drastischen Rückgang der Erlöse um 17 Prozent hinnehmen – trotz solider Gesamtzahlen großer Konzerne wie E.ON (80,1 Milliarden Euro) und Uniper (69,6 Milliarden Euro).

Dagegen verzeichneten Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Beratungsbranchen spürbare Umsatzsteigerungen. Ein Lichtblick bleibt die erneuerbare Energie: Hier flossen Investitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro, vor allem in Photovoltaik, gefolgt von Windkraft und geothermischer Wärme. Doch diese Zuwächse konnten die deutlichen Einbrüche in Produktion und Handel nicht ausgleichen.

Die Zahlen deuten auf einen allmählichen Wandel der niedersächsischen Wirtschaft hin: Während Dienstleistungssektoren wachsen, schrumpfen traditionelle Industrie- und Energiezweige.

Der allgemeine Umsatzrückgang unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für den industriellen Kern Niedersachsens. Zwar zeigen Dienstleistungen und Investitionen in erneuerbare Energien Widerstandsfähigkeit, doch der Rückgang in der Industrie und im Energiesektor deutet auf eine sich verändernde Wirtschaftsstruktur hin. Der leichte Anstieg der Unternehmenszahlen signalisiert zwar Wachstum, reicht aber nicht aus, um den übergeordneten Abwärtstrend beim Umsatz umzukehren.

Quelle