19 March 2026, 20:09

Niedersachsens Ministerpräsident warnt vor dramatischer Gaskrise im Winter

Balkendiagramm, das den elektrischen Energieverbrauch der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Olaf Lies fordert Maßnahmen gegen hohe Energiepreise - Niedersachsens Ministerpräsident warnt vor dramatischer Gaskrise im Winter

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat schwere Bedenken wegen der sich verschärfenden Energiekrise in Deutschland geäußert. Angesichts dramatisch niedriger Gasreserven und des nahenden Winters drängt er auf rasches Handeln, um die Versorgung zu sichern und die Preise zu stabilisieren.

Die Gasvorräte in Deutschland sind auf etwa 22 Prozent abgesackt – weniger als die Hälfte des Vorjahresniveaus. In einigen Regionen wie Bayern liegen die Bestände sogar unter 17 Prozent, was die Sorge vor Engpässen schürt. Lies fordert unverzügliche Maßnahmen zur Auffüllung der Speicher, darunter höhere Importe über LNG-Terminals und eine verstärkte Zufuhr aus europäischen Netzen. Pläne für eine strategische Gasreserve nach dem Vorbild der Ölvorräte scheitern jedoch an hohen Kosten und begrenzten Kapazitäten.

Der Ministerpräsident setzt sich für ein drittes LNG-Terminal in Wilhelmshaven ein, das zunächst für Erdgas und später für klimafreundlichere Alternativen genutzt werden soll. Zudem betont er die Notwendigkeit, die Bezugsquellen zu diversifizieren, und verweist dabei auf Norwegen und die Niederlande als zentrale Lieferanten. Die heimische Förderung, insbesondere in der Nordsee, bleibt ein zentraler Baustein seiner Strategie.

Neben der Gaskrise kritisiert Lies die explodierenden Spritpreise an den Tankstellen und fordert die Mineralölkonzerne zum Eingreifen auf. Die öffentliche Unruhe über die Energieversorgung nehme zu, warnt er – besonders vor dem Hintergrund der Spannungen mit dem Iran, die Befürchtungen vor weiteren Lieferstörungen schüren. Gleichzeitig lehnt er eine Rückkehr zur Kernenergie ab, da dies sowohl die Industrie als auch das Vertrauen der Bevölkerung destabilisieren könnte.

Lies drängt die Bundesregierung, alle denkbaren Szenarien zu prüfen und wirksame Gegenmaßnahmen vorzubereiten. Ohne schnelles Handeln, so seine Warnung, könnte die Energieversorgung Deutschlands in den kommenden Monaten massiv unter Druck geraten.

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Aktuell liegen die deutschen Gasreserven bei etwa 22 Prozent – deutlich unter dem Stand des Vorjahres. Zu Lies' Vorschlägen gehören der Ausbau der LNG-Importe, die Steigerung der heimischen Förderung sowie Druck auf die Ölkonzerne, die Kraftstoffkosten zu senken. Die Regierung muss nun abwägen, welche Optionen sie ergreift, während der Winter näher rückt und die Versorgungsrisiken bestehen bleiben.

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