20 March 2026, 20:14

Niedersachsens Bildungsreform: Experten fordern mehr Klarheit und weniger Bürokratie

Eine Zeichnung der St. Louis Manual Training School mit ein paar Menschen davor und Text unten.

Niedersachsens Bildungsreform: Experten fordern mehr Klarheit und weniger Bürokratie

Bildungsreform in Niedersachsen gerät bei Fachveranstaltung in die Kritik

Die Bildungsreform in Niedersachsen ist bei einer kürzlichen Expertenrunde auf den Prüfstand gestellt worden. Die Landespolitikerin Julia Lechner bezeichnete das aktuelle System als "Reformchaos" und forderte klarere Strukturen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen digitales Lernen, mehr Eigenständigkeit der Schulen sowie die langfristige Finanzierung der Hochschulen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Niedersachsenplans statt und vereinte Fachleute wie die Digitalbotschafterin Silke Müller und Olaf Köller vom Leibniz-Institut. Die Teilnehmer erörterten, wie Bildung durch verlässliche Rahmenbedingungen und größere schulische Autonomie verbessert werden kann.

Lechner betonte, dass digitale Bildung mehr erfordere als bloße technische Ausstattung. Sie plädierte für eine klar definierte Kompetenzstrategie und nachhaltige Hochschulförderung. Zwar stellt der Bund mit dem DigitalPakt Schule 2.0 ab 2026 rund fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen bereit – doch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) halten dies für unzureichend, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.

Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in das Bildungskapitel des Niedersachsenplans ein, das im Oktober verabschiedet werden soll.

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Ziel der geplanten Reformen ist es, Bürokratie abzubauen und das Vertrauen in lokale Entscheidungsgremien zu stärken. Der fertige Plan soll künftig als Leitlinie für die Bildungspolitik des Landes dienen. Schulen und Hochschulen warten nun auf die Verabschiedung im Oktober, um mehr Planungssicherheit zu erhalten.

Quelle