09 May 2026, 12:06

Mozarts Così fan tutte wird zum realen Beziehungs-Experiment in Wiesbaden

Porträt von Wolfgang Amadeus Mozart mit nachdenklicher Miene, dunklem kurzen Haar und direktem Blick auf den Betrachter, begleitet von einer Skala links und Text unten.

Mozarts Così fan tutte wird zum realen Beziehungs-Experiment in Wiesbaden

Das Staatstheater Wiesbaden wagt in dieser Spielzeit einen kühnen Neuanfang mit Mozarts Così fan tutte. Statt einer klassischen Inszenierung entfaltet sich die Oper als Echtzeit-Beziehungs-Experiment – und verwischt die Grenze zwischen Spiel und Realität. Regie führt Marie-Ève Signeyrole, die mit dieser Produktion sowohl Ensemble als auch Publikum herausfordern will, indem sie das Werk in eine emotionale Provokation verwandelt.

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Die Bühne wird zur Kunsthochschule, in der das Publikum die Rolle von Studierenden übernimmt. Im Mittelpunkt des Experiments steht Don Alfonso, der die Grenzen von Treue und Begierde unter 20 jungen Paaren auf die Probe stellt. Die Teilnehmer zwischen 18 und 35 Jahren brauchen kein Vorwissen über Oper – nur Offenheit und eine Portion Humor.

Die Aufführung beginnt, noch bevor sich der Vorhang hebt. Kostüme, geflüsterte Dialoge und vielsagende Blicke ziehen die Paare in das Geschehen hinein und brechen die übliche Distanz zwischen Bühne und Zuschauern auf. Signeyroles Vision zwingt die Oper, ihre eigenen Themen zu hinterfragen: Was bleibt, wenn die Liebe unter Druck gerät?

Die Tickets für dieses ungewöhnliche Erlebnis kosten lediglich 10 Euro. Doch die emotionalen Einsätze für die Beteiligten werden weit höher sein, als der Preis vermuten lässt.

Die Produktion setzt ausschließlich auf echte Paare, ihre spontanen Reaktionen und die Beobachtungen des Publikums. Indem das Staatstheater Wiesbaden Così fan tutte in ein lebendiges Experiment verwandelt, definiert es neu, wie Oper moderne Gefühle einfangen kann. Das Ergebnis verspricht so unberechenbar zu werden wie die Beziehungen, die es unter die Lupe nimmt.

Quelle