Messerangriff in Göttingen: 23-Jähriger schwer verletzt – politische Motive unklar
Claudia SchmidtMesserangriff in Göttingen: 23-Jähriger schwer verletzt – politische Motive unklar
Messattacke in Göttingen: 23-Jähriger schwer verletzt – politischer Hintergrund unklar
Bei einer Messerattacke in Göttingen wurde ein 23-jähriger Mann schwer verletzt. Das Opfer, das der linken Szene zugerechnet wird, befindet sich in stabilem Zustand, konnte jedoch noch keine Angaben zu den Ermittlern machen. Der Vorfall hat öffentliche Proteste und eine politische Debatte ausgelöst.
Die Tat ereignete sich in Göttingen und zog wegen möglicher politischer Motive sofort Aufmerksamkeit auf sich. Die Polizei prüfte zunächst einen rechtsextremen Hintergrund und schaltete den Staatsschutz ein. Ein 17-Jähriger wurde vorläufig als Tatverdächtiger festgenommen, später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Staatsanwaltschaft geht nun von Notwehr aus und hat keinen Haftbefehl erlassen. Zuvor hatten sich in sozialen Medien Gerüchte verbreitet, wonach der Jugendliche der Angreifer sei und Verbindungen zur rechtsextremen Szene bestehe.
Die Öffentlichkeit reagierte prompt: Rund 600 Menschen demonstrierten am Sonntagabend gegen rechtsextreme Gewalt. Einen Tag später versammelten sich etwa 700 Teilnehmer bei einer Kundgebung gegen faschistische Übergriffe. Der linke Politiker Ferat Koçak kritisierte die CDU scharf und warf ihr vor, mit „rassistischer Sündenbockpolitik“ rechtsextremistische Tendenzen zu befördern.
Das Opfer liegt weiterhin im Krankenhaus, sein Zustand bleibt stabil. Die Behörden ermitteln weiter zu den Hintergründen der Tat. Der Fall hat den lokalen Widerstand gegen rechtsextreme Aktivitäten und die politischen Spannungen in der Region verschärft.






