02 May 2026, 10:08

Krebsdiagnose und Kosmetikmarke: Warum Lercheks Eyya Skin polarisiert

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden Bildern von strahlenden Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien um den fetten, großgeschriebenen Titel "National Cancer Institute" zeigt.

Krebsdiagnose und Kosmetikmarke: Warum Lercheks Eyya Skin polarisiert

Die bekannte russische Bloggerin Valeria Chekalina, auch unter dem Pseudonym Lerchek bekannt, hat trotz einer Krebsdiagnose im Stadium 4 ihre eigene Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt gebracht. Der Schritt löst im Netz heftige Reaktionen aus: Während Anhängerinnen und Anhänger ihre Widerstandskraft bewundern, stellen Kritiker ihre Motive infrage. Manche werfen ihr vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit und finanzielle Vorteile auszunutzen.

In Werbevideos für Eyya Skin thematisierte Chekalina offen ihre fortgeschrittene Krebserkrankung. Sie verbindet dabei persönliche Verletzlichkeit mit Markenwerbung – eine Strategie, die ihr Publikum spaltet. Einige Zuschauer kritisieren, ihre Inhalte würden zu stark auf Mitleid setzen.

Produzent Gera Iwashtschenko bezeichnet Chekalinas Vorgehen als ungewöhnlich für das russische Publikum. Während sich die meisten Schwerstkranken aus der Öffentlichkeit zurückzögen, setze sie auf globale PR-Methoden, ähnlich dem Medienmodell der Familie Kardashian. Iwashtschenko vermutet, dass ihre Offenheit auch dazu diene, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern.

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Doch nicht nur ihre Karriere steht im Fokus: Chekalinas Privatleben wird ebenfalls genau beobachtet. Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, wurde 2023 wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt. Iwashtschenko warnt, dass ihre Transparenz zwar manche anspricht, andere jedoch abschreckt – weil sie eine solche Ehrlichkeit als befremdlich empfinden.

Mit dem Launch von Eyya Skin rückt Chekalina in den Mittelpunkt einer Debatte über Ethik im Influencer-Marketing. Ihre Entscheidung, den Kampf gegen den Krebs mit Markenpromotion zu verknüpfen, stößt auf Bewunderung wie auf Kritik. Wie sich dies langfristig auf ihr Image – und ihr Geschäft – auswirkt, bleibt abzuwarten.

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