29 April 2026, 02:17

Inflation steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Energiepreise und Nahost-Konflikt als Treiber

Ein blauer Liniengraph, der die Anzahl der Euro-Zonen-Inflation in den Vereinigten Staaten zeigt, mit zusätzlichem erklärendem Text oben.

Inflation steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Energiepreise und Nahost-Konflikt als Treiber

Deutschland bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 vor – die Prognosen liegen nun bei 4,6 Prozent. Der sprunghafte Anstieg folgt auf Monate relativer Stabilität, da die Spannungen im Persischen Golf die Energiepreise in die Höhe treiben. Die Behörden haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Belastung für Haushalte und Unternehmen abzufedern.

Die jüngste Inflationswarnung kommt nach einem US-Angriff auf den Iran, der die Konflikte in der Region weiter verschärft hat. Experten führen den erwarteten Preisschub auf steigende Spritkosten zurück – ein Muster, das an die Energiekrise von 2022 erinnert, ausgelöst durch Russlands Angriff auf die Ukraine. Damals war die Inflation in Deutschland auf über 10 Prozent geklettert und hatte im Jahresdurchschnitt 6,9 Prozent erreicht.

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Um die unmittelbaren Folgen abzumildern, tritt am 1. Mai 2024 ein vorübergehender Kraftstoffrabatt in Kraft. Die Steuern auf Diesel und Benzin werden für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter gesenkt. Arbeitgeber erhalten zudem die Möglichkeit, ihren Beschäftigten eine steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zu zahlen – eine direkte Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des US-Israel-Konflikts mit dem Iran.

Für 2026 wird die durchschnittliche Inflationsrate nun mit 3,5 Prozent erwartet, ein Anstieg gegenüber den 2,7 Prozent im März 2024. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte eingreifen, um die Preisentwicklung zu bremsen – ähnlich wie während der Krise 2022. Angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums steht die Politik jedoch vor einem schwierigen Spagat.

Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW-Instituts, fordert die Regierung auf, gezielt einkommensschwache Haushalte zu unterstützen. Sein Vorschlag umfasst eine Erhöhung der Pendlerpauschale, um die finanzielle Belastung für die am stärksten Betroffenen zu verringern.

Die Inflationsprognose für das späte Jahr 2024 bleibt bei 4,6 Prozent, getrieben vor allem durch geopolitische Spannungen und die Volatilität auf den Energiemärkten. Kurzfristige Entlastungsmaßnahmen wie Kraftstoffrabatte und steuerfreie Prämien sollen einen Teil der Last abfedern. Unterdessen werden die nächsten Schritte der EZB mit Spannung verfolgt, während Deutschland sich zwischen Inflation und schwacher Konjunktur behaupten muss.

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