David Haye droht ITV mit Klage nach Reality-TV-Eklat in Südafrika
Claudia SchmidtDavid Haye droht ITV mit Klage nach Reality-TV-Eklat in Südafrika
Bitterer Streit zwischen David Haye und Adam Thomas bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Südafrika eskaliert zu juristischen Drohungen
Der ehemalige Boxer wirft ITV nun vor, ihn durch gezielte Schnitte unfair als Bösewicht der Show dargestellt zu haben. Zudem sah er sich mit massiver Kritik von Zuschauern konfrontiert – sowohl wegen abwertender Äußerungen über Frauen als auch wegen seiner Angriffe auf den Mitbewerber.
Der Konflikt begann bereits während der Dreharbeiten, als Haye Thomas vorwarf, seine psoriatische Arthritis zu übertreiben, um sich vor den Prüfungen zu drücken. Später bezeichnete er den Schauspieler mit dem C-Wort, was für zusätzliche Empörung sorgte. Zuschauer brandmarkten Haye als "Frauenfeind" und "lächerlich", nachdem er seine Freundin Sian Osborne als jemanden mit "dem Charakter eines richtig hässlichen Vögels" beschrieben hatte.
Die Auseinandersetzung zog sich bis ins live übertragene Finale hin, wo die Moderatoren die angespannte Stimmung zwischen den beiden Männern thematisierten. Einen Tag später verteidigte Haye seine Aussagen in einem hitzigen Interview bei This Morning als "Scherz". Er behauptete, seine Worte seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, und warf den Produzenten vor, das Material absichtlich so geschnitten zu haben, um ihn in schlechtem Licht dastehen zu lassen.
Nun deutet alles darauf hin, dass Haye rechtliche Schritte gegen ITV einleiten will – wegen "nicht wiedergutzumachender Schäden für sein Image". Berichten zufolge hat er Anwälte der Kanzlei Gatehouse Chambers engagiert, die Stundensätze von bis zu 500 Pfund verlangen. Die Klage folgt auf wochenlange Vorwürfe, darunter Mobbing gegen Thomas sowie frauenfeindliche und herabwürdigende Bemerkungen.
Der Streit hat die Show-Finals überschattet, während Haye weiterhin sowohl gegen Thomas als auch gegen ITV Front macht. Sollte es tatsächlich zu einem Prozess kommen, könnte der Fall Präzedenzcharakter für den Umgang mit Konflikten in Reality-TV-Formaten haben. Bis dahin bleibt die öffentliche Debatte ungebrochen – eine Lösung ist nicht in Sicht.






