02 May 2026, 10:09

Historischer Wechsel: FAZ bekommt 2027 erstmals eine Mitverlegerin

Titelseite der deutschen Zeitung 'Weitpreubliche Zeitung' vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Historischer Wechsel: FAZ bekommt 2027 erstmals eine Mitverlegerin

Helene Bubrowski wird am 1. Januar 2027 als erste Frau zur Mitverlegerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ernannt. Ihre Berufung markiert einen weiteren Schritt in der langjährigen Entwicklung der Zeitung hin zur politisch gemäßigteren Mitte-links-Position, die oft als VerTAZung bezeichnet wird.

Bubrowski arbeitet seit 2013 als politische Redakteurin und Berlin-Korrespondentin für die FAZ. Sie berichtet über Rechtspolitik und hat die Grünen eng begleitet, wobei sie Sympathien für deren Spitzenpolitiker Annalena Baerbock und Robert Habeck zeigte. 2024 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis für ihren Essay Warum den Deutschen ein bisschen mehr Optimismus guttun würde, was ihren Bekanntheitsgrad weiter steigerte.

Die Redaktionsleitung der FAZ besteht aus vier Mitverlegern, die sich die Verantwortung teilen und verschiedene Ressorts leiten. Mit Bubrowskis Eintritt gelten nun drei der vier – neben Carsten Knop und Jürgen Kaube – als Modernisierer, die das traditionell konservative Blatt in eine neue Richtung lenken.

Diese ideologische Neuausrichtung begann nach dem Tod des Mitverlegers Frank Schirrmacher im Jahr 2014. Seither hat sich die FAZ schrittweise von ihren rechtskonservativen Wurzeln entfernt und spiegelt damit breitere Veränderungen in den deutschen Medien wider.

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Bubrowskis Beförderung stärkt den Einfluss gemäßigter Mitte-links-Stimmen innerhalb der FAZ. Ihre Rolle als Mitverlegerin tritt Anfang 2027 in Kraft und festigt die sich wandelnde politische Haltung der Zeitung. Gleichzeitig bricht der Schritt mit einer langjährigen Tradition, indem erstmals eine Frau in die höchste redaktionelle Position aufrückt.

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