29 April 2026, 06:25

Grüner Wirtschaftsrat fordert 2-Prozent-Steuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für Reiche und große Unternehmen noch weiter."

Grüner Wirtschaftsrat fordert 2-Prozent-Steuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Co-Vorsitzender des Wirtschaftsrats der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht eine jährliche Mindestabgabe von 2 % auf Vermögen über 100 Millionen Euro vor. Haeusgen argumentiert, dass dies die Steuergerechtigkeit verbessern und Kürzungen bei anderen Sozialleistungen ausgleichen könnte.

Haeusgen übernahm seine aktuelle Position Mitte 2025 und teilt sich die Führung des wirtschaftspolitischen Arms der Grünen mit Marie-Luise Wolff. Zuvor stand er von 2020 bis 2024 als Präsident an der Spitze des konservativ geprägten Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Mit seinem jüngsten Vorstoß zielt er darauf ab, enttäuschte Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) sowie umweltbewusste Unternehmer anzusprechen.

Die vorgeschlagene Steuer würde nur auf besonders große Vermögen erhoben, während der Grundstock unangetastet bliebe. Haeusgen schlägt zudem vor, inländische Kapitalertrags- und Einkommensteuern auf die Vermögensabgabe anzurechnen. Dies soll die Steuercompliance fördern und Steuervermeidung erschweren.

In Kritik an der Regierungspolitik zu den steigenden Spritpreisen bezeichnete Haeusgen die jüngsten Senkungen der Mineralölsteuer als "planlose Hilfsmaßnahmen". Er warnte, dass schlecht gezielte Maßnahmen die tiefer liegenden wirtschaftlichen Probleme nicht lösen würden. Bemerkenswerterweise könnte Haeusgen selbst von der Steuer betroffen sein, da er Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens mit einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro ist.

Das Ziel des Vorschlags ist es, die öffentlichen Finanzen durch eine Besteuerung der Reichsten zu stabilisieren, während kleinere Unternehmen geschont werden. Bei einer Umsetzung würde die 2-Prozent-Abgabe nur auf Vermögensteile über 100 Millionen Euro erhoben. Haeusgens Plan enthält zudem Regelungen, um eine Doppelbesteuerung von Einkommen und Kapitalerträgen zu vermeiden.

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