Goslarer Zivilcourage-Kampagne ehrt Alltagshelden für mutiges Eingreifen
Claudia SchmidtGoslarer Zivilcourage-Kampagne ehrt Alltagshelden für mutiges Eingreifen
Goslarer Zivilcourage-Kampagne (GZK) ehrt erneut mutige Bürger für Einsatz in kritischen Situationen
Die Goslarer Zivilcourage-Kampagne (GZK) hat auch in diesem Jahr wieder Anwohner für ihren Mut und ihr schnelles Handeln in brenzligen Momenten ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Verleihung standen Menschen im Mittelpunkt, die sich für den Schutz anderer einsetzten, Straftaten verhinderten oder ihre Gemeinschaft unterstützten.
Die Preise blicken auf 16 Jahre zurück, in denen alltagshelden in der Region gewürdigt wurden. Seit dem Start der Initiative um das Jahr 2010 wurden bereits über 100 Personen für ihr Engagement ausgezeichnet.
Zu den diesjährigen Preisträgern zählen Sophie Hölzner und Martina Heine, die beide für ihren Einsatz zum Schutz älterer Frauen vor Betrug geehrt wurden. Hölzner verhinderte, dass eine Seniorin Opfer eines Schwindels wurde, während Heine einer 88-jährigen Geschädigten half und die Polizei alarmierte.
Kiell Paul Thiel und Patrick Barfuss wurden für ihr entschlossenes Eingreifen ausgezeichnet, mit dem sie eine Geldüberweisung nach einem betrügerischen Schockanruf stoppten. Durch ihre schnelle Reaktion konnte ein finanzieller Schaden abgewendet werden.
Tanja Franken und Kathlen Unger erhielten eine Auszeichnung für ihre Hilfe bei einem verletzten Mann und ihre Unterstützung der Polizei bei der Ergreifung eines Angreifers. Ihr Einsatz sicherte dem Opfer medizinische Versorgung und half den Ermittlern.
Neben akuten Nothilfemaßnahmen würdigte die Veranstaltung auch langfristiges Engagement. Claudia Kohl, Lehrerin an der Grundschule Oker, wurde für ihre jahrelange Arbeit in der Vermittlung von Zivilcourage an Kinder geehrt. Ali-Abou Hamoud, Leiter der Volkshochschule Clausthal-Zellerfeld, erhielt den Sonderpreis für Demokratie für ein inklusives Projekt, das das Verständnis zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen fördert.
Die Kampagne verzeichnet seit ihren Anfängen eine steigende Beteiligung. Während in den ersten Jahren etwa 20 bis 30 Auszeichnungen pro Jahr vergeben wurden, liegt die Zahl mittlerweile bei durchschnittlich 40 bis 50 – ein Zeichen für mehr gemeldete Vorfälle und eine wachsende öffentliche Mitwirkung.
Die GZK unterstreicht weiterhin die Bedeutung von bürgerlicher Verantwortung und schnellem Handeln in Notlagen. Die diesjährigen Geehrten reiht sich in eine lange Liste von Bürgern ein, die in ihrer Gemeinde spürbare Veränderungen bewirkt haben. Die steigende Anzahl der Auszeichnungen deutet auf eine wachsende Kultur der Hilfsbereitschaft und des Eingreifens in Goslar hin.






