Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Gießen
Claudia SchmidtFünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Gießen
Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs verschiedenen Ländern haben in Gießen ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen. Die Initiative mit dem Namen Perspektive Pädagogik soll sie auf eine Karriere im Bildungsbereich vorbereiten. Die Teilnehmerinnen erwerben dabei berufliche Abschlüsse und tragen gleichzeitig zur Behebung des lokalen Fachkräftemangels in pädagogischen Berufen bei.
An dem Programm nehmen Frauen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien teil. Innerhalb des kommenden Jahres streben sie das Sprachniveau C1 in Deutsch an – eine Voraussetzung für die Ausbildung zur Erzieherin oder ein pädagogisches Studium. Neben dem Sprachunterricht umfasst das Programm auch Coachings, Unterstützung bei Bewerbungen sowie spezialisierte Kurse zu Lehrmethoden.
Exkursionen und Hospitationen geben den Teilnehmerinnen Einblicke in Berufsfelder jenseits der frühkindlichen Bildung. Praktika in Ganztagsgrundschulen und Kindertageseinrichtungen ergänzen die Ausbildung. Frühere Durchgänge des Programms waren bereits erfolgreich: Viele Absolventinnen arbeiten mittlerweile in lokalen Betreuungseinrichtungen oder befinden sich in einer entsprechenden Ausbildung.
Der aktuelle Kurs läuft bis Mitte Dezember 2026. Die Veranstalter hoffen, dass er den Frauen langfristige Perspektiven im deutschen Bildungssektor eröffnet.
Das Programm verbindet Sprachförderung mit praktischer Erfahrung. Bis Ende 2026 werden die Teilnehmerinnen bereit sein, eine reguläre Erzieherausbildung oder ein pädagogisches Studium aufzunehmen. Ihre Qualifikationen könnten dazu beitragen, den anhaltenden Mangel an pädagogischem Personal in der Region zu lindern.






