10 May 2026, 08:07

Frankfurter Flughafen plant gerechtere Lärmverteilung durch neuen Betriebsplan

Germanwings Airbus A320-200 am Frankfurter Flughafen geparkt mit Bodenfahrzeugen, Verkehrskegeln, Pfählen und Gras im Hintergrund.

Frankfurter Flughafen plant gerechtere Lärmverteilung durch neuen Betriebsplan

Neuer Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt: Lärmbelastung soll gerechter verteilt werden

Ein neuer Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt soll die Lärmbelastung in den umliegenden Gemeinden ausgewogener gestalten. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat das Konzept geprüft, das gezielte Ruhephasen und angepasste Flugrouten vorsieht. Laut Behörden werden die Änderungen für manche Gebiete Entlastung bringen, während das Gesamtlärmniveau im Rahmen der geltenden Vorschriften bleibt.

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Im Mittelpunkt des überarbeiteten Konzepts steht eine fairere Verteilung des Fluglärms: Abhängig vom Verkehrsaufkommen sollen Abflugrouten nach Nordwesten und Anflugrouten aus dem Süden abwechselnd genutzt werden. Die meisten Flüge werden weiterhin die Westbahn nutzen, doch durch die Anpassungen soll der Druck auf bestimmte Städte verringert werden. Besonders Nauheim und Rüsselsheim dürfen mit weniger Lärm rechnen, während in Flörsheim und Eddersheim die Belastung steigen könnte.

Ein zentrales Element ist die Einführung einer morgendlichen Lärmpause: Abflüge in nordwestlicher Richtung werden vor 6 Uhr ausgesetzt. Zudem umfasst der Plan ein freiwilliges Lärmschutzpaket, das den Schallschutz für Gebäude ausweitet und zusätzliche Fördermittel für besonders betroffene Zonen bereitstellt.

Die Bewertung des Landes bestätigt, dass das Konzept den bestehenden Lärmschutzstandards entspricht. Es ist auf etwa 560.000 Flüge pro Jahr bis 2033 ausgelegt, ohne dass Wiesbaden oder Mainz spürbar stärker belastet werden.

Die überarbeiteten Flugverfahren zielen darauf ab, die Lärmbelastung für einige Gemeinden zu verringern, während die Gesamtbelastung im Griff bleibt. Gezielte Schallschutzmaßnahmen und finanzielle Unterstützung sollen die am stärksten betroffenen Gebiete entlasten. Die Änderungen treten im Rahmen des aktuellen regulatorischen Rahmens in Kraft und werden bei Bedarf an das künftige Verkehrsaufkommen angepasst.

Quelle