24 March 2026, 14:09

FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa mit Text.

FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück

Daniela Schmitt, Landesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz, ist nach einer schweren Niederlage bei der Landtagswahl von ihrem Amt zurückgetreten. Die Partei erreichte lediglich 2,1 Prozent der Stimmen und verlor damit ihren Einzug in den Landtag. Schmitt kündigte an, bei der Parteikonferenz im Mai nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren, und begründete dies mit der Notwendigkeit eines Neuanfangs.

Schmitt hatte im April 2025 die Führung der Landes-FDP übernommen, nachdem die Partei eine turbulente Phase durchlaufen hatte. Ihr Aufstieg folgte auf den Rückzug von Volker Wissing und den plötzlichen Tod des Justizministers Herbert Mertin, was interne Machtkämpfe ausgelöst hatte. Vor ihrer politischen Karriere arbeitete sie als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz und trat in ihren frühen Dreißigern der FDP bei.

Unter ihrer Führung ging die FDP nach der Landtagswahl 2021 eine Koalition mit SPD und Grünen ein, wobei die Partei unter Schmitts Führung damals 5,5 Prozent der Stimmen erzielte. In späteren Umfragen sank die Unterstützung jedoch kontinuierlich, darunter ein Abfall unter die Fünf-Prozent-Hürde bei der Europawahl 2024. Aktuelle Erhebungen zeigten, dass die FDP kaum noch die für den Einzug ins Parlament notwendige Mindestmarke erreichte, während SPD und Grüne stabil blieben und die AfD auf etwa 15 Prozent anwuchs.

Schmitt hat nun vorgeschlagen, auf dem Landesparteitag am 9. Mai ein neues Führungsteam zu wählen. Ihr Rücktritt markiert das zweite Scheitern der FDP, seit 2011 wieder in den Landtag einzuziehen.

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Das schlechte Wahlergebnis der FDP bedeutet, dass die Partei künftig nicht mehr im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten sein wird. Mit Schmitts Rückzug ebnet sich der Weg für die Wahl einer neuen Führung im Mai. Die Partei steht nun vor der Herausforderung, ihre Unterstützung bis zu den nächsten Wahlen wieder aufzubauen.

Quelle