Familienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang durch Bürokratie und schwache Regierung
Claudia SchmidtFamilienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang durch Bürokratie und schwache Regierung
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik, die die Interessen von über 600 mittelständischen und großen Familienbetrieben vertritt, wirft der Bundesregierung vor, die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands durch anhaltende Bürokratie und schwache Führung zu gefährden.
Vorstandsmitglied Rainer Kirchdörfer warnte, die deutsche Wirtschaft „blute langsam und leise aus“. Der Ruf Deutschlands als führende Exportnation stehe auf dem Spiel. Immer mehr Familienunternehmen fühlten sich gezwungen, im Ausland nach Gewinnen zu suchen, statt im Inland zu investieren.
Ursprünglich hatte die Stiftung gehofft, die Koalition werde Regulierungen lockern und überflüssige Ausgaben kürzen. Doch Kirchdörfer sieht keine Fortschritte. Die aktuelle Politik sei für Familienbetriebe kontraproduktiv, sagte er – Scheitern sei für die Regierung keine Option mehr.
Neben den innenpolitischen Problemen verwies Kirchdörfer auf globale Unsicherheiten: Die USA untergrüben die Planbarkeit im Welthandel, während sich die EU in bürokratischen Hemmnissen verstricke. Er betonte, dass vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen nötig seien, um sowohl kommende Generationen als auch langfristiges Wachstum zu sichern.
Die Kritik spiegelt die wachsende Verärgerung der Familienunternehmen über blockierte Reformen wider. Ohne klarere politische Weichenstellungen und weniger Bürokratie könnten weitere Investitionen aus Deutschland abwandern. Die Warnungen der Stiftung deuten auf tiefere Sorgen über die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes unter der aktuellen Regierung hin.






