Explodierende Energiekosten: Warum Deutschland 2024 Milliarden mehr für Öl und Gas zahlen muss
Finn ZimmermannExplodierende Energiekosten: Warum Deutschland 2024 Milliarden mehr für Öl und Gas zahlen muss
Deutschland steht vor einem drastischen Anstieg der Kosten für fossile Brennstoffe, da die Spannungen im Iran die Öl- und Gaspreise in die Höhe treiben. Allein in diesem Jahr könnte der Preisschub die Importrechnung des Landes um zehntausende Millionen Euro erhöhen. Ökonomen warnen, dass die hohen Energiepreise voraussichtlich noch monatelang bestehen bleiben.
Der Konflikt im Iran hat die weltweiten Öl- und Gaspreise nach oben getrieben und damit direkt die Energiekosten Deutschlands in die Höhe schnellen lassen. Wirtschaftsexperten der KfW prognostizieren, dass diese hohen Preise mindestens bis Ende 2024 anhalten werden. Gleichzeitig wird erwartet, dass der inländische Verbrauch von Öl und Gas sinkt, da Haushalte und Unternehmen spürbar einsparen müssen.
Bis 2026 könnte sich die gesamte Importrechnung für Rohöl, Erdgas und Steinkohle auf 92 Milliarden Euro belaufen – ein Anstieg um 20 Milliarden Euro. Sollte die Nachfrage trotz der Krise jedoch stabil bleiben, könnten die Kosten sogar noch stärker steigen und 99 Milliarden Euro erreichen. Die Differenz würde bedeuten, dass Deutschland zusätzliche 27 Milliarden Euro für den Import fossiler Brennstoffe ausgeben müsste.
Der Preisschock trifft Deutschland in einer Phase, in der das Land ohnehin bereits mit Herausforderungen bei der Energieversorgungssicherheit kämpft. Da kurzfristig keine Entspannung bei den Kosten zu erwarten ist, muss sich das Land auf anhaltenden finanziellen Druck einstellen. Höhere Importkosten könnten die Haushalte belasten und weitere Anpassungen beim Energieverbrauch erzwingen.






