Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Erbe: Wie die USA und Deutschland jetzt handeln müssen
Claudia SchmidtEx-Diplomaten warnen vor Trumps Erbe: Wie die USA und Deutschland jetzt handeln müssen
Zwei ehemalige Spitzenbeamte fordern eine Neuausrichtung der deutsch-amerikanischen Beziehungen, um den Folgen von Donald Trumps Politik entgegenzuwirken. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, früherer US-Botschafter, warnen, dass die transatlantischen Beziehungen unter schwerer Belastung stehen. Ihr Appell fällt mit der Forderung nach demokratischen Wahlsiegen bei den anstehenden Wahlen zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen zu stabilisieren.
Heusgen und Murphy argumentieren, dass Trumps Vorgehen die Institutionen der USA geschwächt habe. Sie verweisen auf den Druck auf die Justiz, die Marginalisierung des Kongresses und die Entlassung erfahrener Beamter als zentrale Problemfelder. Diese Maßnahmen, so ihre These, gefährdeten die Stabilität der amerikanischen Regierungsführung.
In ihrem Bericht weisen sie zudem auf die weiteren Folgen von Trumps Außenpolitik hin. Die steigenden Spritpreise in den USA stünden in Zusammenhang mit seinen unberechenbaren Entscheidungen und belasteten direkt die Bürger. Gleichzeitig habe seine Skepsis gegenüber der NATO und die herablassende Haltung gegenüber Europa die Gräben zwischen den Kontinenten vertieft.
Die beiden schlagen eine gemeinsame deutsch-amerikanische Strategie zur Reform des UN-Sicherheitsrats vor und bringen teilweise permanente Sitze als mögliche Lösung ins Spiel. Sie betonen, dass beide Länder am meisten profitierten, wenn sie das Völkerrecht achten, statt einseitig zu handeln. Ein demokratischer Wahlsieg 2028, so ihre Überzeugung, würde das transatlantische Bündnis erneuern und zu konstruktiveren Handelsbeziehungen mit der EU führen.
Mit Blick auf die Zukunft zeigen sich Heusgen und Murphy optimistisch, was die Chancen der Demokraten angeht. Sie prognostizieren, dass die Partei bei den Midterm-Wahlen die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat zurückgewinnen könnte – und damit möglicherweise einige von Trumps Maßnahmen rückgängig machen könnte.
Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit einer engeren deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen. Eine demokratische Regierung, so ihr Argument, würde den transatlantischen Beziehungen wieder Stabilität verleihen und multilaterale Institutionen stärken. Die Ergebnisse künftiger Wahlen, so ihre Einschätzung, werden entscheiden, ob diese Ziele erreichbar sind.






