Evonik erhöht MetAMINO®-Preise um 10 % – Nachfrage und Umweltinnovationen im Fokus
Hannah FuchsEvonik erhöht MetAMINO®-Preise um 10 % – Nachfrage und Umweltinnovationen im Fokus
Evonik erhöht Preise für Futtermittelzusatz MetAMINO® weltweit um 10 %
Der Chemiekonzern Evonik hat die Preise für seinen Futtermittelzusatz MetAMINO® um 10 % angehoben. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, die die Methionin-Versorgung beeinträchtigen und die Nachfrage in die Höhe treiben. Gleichzeitig stellte das Unternehmen neue Umweltschutzlösungen vor und passte seine Finanzpolitik für Aktionäre an.
Die Preiserhöhung folgt auf ein Jahr mit steigender Nachfrage nach Methionin in der Tierfütterung. Zwischen März 2025 und März 2026 stieg der globale Verbrauch laut Argus Media und ICIS um 3 bis 5 %. Treiber waren die gestiegene Viehzucht in Asien sowie die Erholung der Geflügelbranche nach den Engpässen im Jahr 2024. Evonik erwartet, dass die Anpassung die EBITDA-Margen in der Sparte Tierernährung verbessern wird.
Neue Dividendenpolitik und Kapitalrendite Das Unternehmen führte zudem eine neue Dividendenstrategie ein: Ab 2026 sollen die Ausschüttungen zwischen 40 % und 60 % des bereinigten Nettoergebnisses liegen. Für 2025 erhalten die Aktionäre 1,00 Euro pro Aktie. Allerdings lag die Kapitalrendite (ROCE) 2025 bei nur 6,1 % – deutlich unter dem mittelfristigen Ziel von 11 %.
Umweltinnovationen und Finanzausblick Im Umweltbereich brachte Evonik eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Beschichtung auf den Markt, die strengere Vorschriften für Schadstoffe erfüllt. Finanzielle Updates umfassen die Bestätigung der EBITDA-Prognose für 2026 in Höhe von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro. Der Quartalsbericht für das erste Quartal 2026 wird am 8. Mai veröffentlicht.
Kürzlich meldete die Investmentbank Goldman Sachs eine Stimmrechtsmitteilung an – ein Zeichen für das anhaltende Interesse institutioneller Anleger.
Marktreaktion und Ausblick Die Preiserhöhung und die neue Dividendenpolitik spiegeln Evoniks Reaktion auf die Marktbedingungen und Aktionärserwartungen wider. Angesichts der wachsenden Methionin-Nachfrage und verschärfter Umweltauflagen wird der nächste Finanzbericht im Mai zeigen, ob die Maßnahmen die gewünschte Wirkung entfalten. Die Ergebnisse des ersten Quartals werden Aufschluss über die Performance des Konzerns geben.






