Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – 2024 droht Rezession
Hannah FuchsDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – 2024 droht Rezession
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für das Land drastisch nach unten korrigiert. Ihr aktueller gemeinsamer Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wird, zeichnet ein weit düstereres Bild als frühere Vorhersagen. Demnach droht der Wirtschaft 2024 ein Schrumpfen, und auch danach wird nur eine schwache Erholung erwartet.
In ihrer letzten gemeinsamen Prognose waren die Institute noch von einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent im Jahr 2023 und 1,4 Prozent im Jahr 2024 ausgegangen. Nun rechnen sie für 2023 nur noch mit einem Anstieg von 0,6 Prozent. Die Prognose für 2024 hat sich sogar noch deutlicher verschlechtert: Statt eines Zuwachses wird nun ein Rückgang um 0,2 Prozent erwartet – bestätigt durch aktuelle Daten.
Hauptgründe für die Abwärtskorrektur sind die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran sowie stark gestiegene Öl- und Gaspreise. Beide Faktoren haben das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern schwer erschüttert. Auch die Wachstumserwartungen für 2025 wurden auf magere 0,2 Prozent gesenkt, nach zuvor optimistischeren Schätzungen.
Für die kommenden Jahre sehen die Institute nur eine leichte Besserung voraus. Bis 2027 könnte das BIP-Wachstum auf etwa 1 Prozent steigen – immer noch deutlich unter dem historischen Durchschnitt.
Die überarbeiteten Prognosen unterstreichen eine längere Phase schwachen Wachstums für Deutschland. Angesichts hoher Energiepreise und geopolitischer Spannungen, die den Handel belasten, bleibt die Wirtschaft mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert. Der am Mittwoch erscheinende Bericht der Institute wird weitere Details zur erwarteten Abkühlung liefern.






