30 March 2026, 22:09

Siemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten sollen aufgelöst werden

Zeugnis für Inhaberaktien der Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit gedrucktem Text einschließlich des Firmennamens und der Adresse.

Siemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten sollen aufgelöst werden

Laut Medienberichten erwägt Siemens eine umfassende interne Umstrukturierung, die das Unternehmen grundlegend verändern könnte. Die möglichen Änderungen folgen auf die frühere Ankündigung von Vorstandschef Roland Busch, Siemens zu einer integrierten Technologiegruppe umzubauen. Sollte der Plan genehmigt werden, würden wichtige Sparten aufgelöst und die Entscheidungsfindung zentralisiert.

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Die Pläne, die bereits vor eineinhalb Jahren erstmals angedeutet wurden, sehen vor, die Bereiche Digital Industries und Smart Infrastructure aufzulösen. Statt als eigenständige Einheiten zu agieren, würden ihre Geschäftssegmente direkt der Konzernführung unterstellt. Aktuell leiten Matthias Rebellius und Cedrik Neike diese Sparten, die tausende Mitarbeiter beschäftigen – genaue Zahlen werden jedoch nicht genannt. Allein am Standort Amberg, der zu Smart Infrastructure gehört, arbeiten rund 2.400 Beschäftigte.

Die Neuordnung entspricht der One-Tech-Company-Strategie von Siemens. Mit diesem Ansatz sollen interne Hürden abgebaut, Doppelstrukturen vermieden und Fachwissen gebündelt werden. Zwar sind keine Stellenstreichungen geplant, doch Veränderungen in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Entwicklung gelten als wahrscheinlich. Ziel ist es, die Abläufe durch den Abbau überflüssiger Funktionen zu straffen und die Zusammenarbeit zwischen den verbleibenden Einheiten zu intensivieren.

Siemens hat die Details nicht bestätigt und wollte sich auf Anfrage des Handelsblatts nicht äußern. Das Unternehmen betonte, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei. Die mögliche Umstrukturierung reiht sich in frühere Schritte ein, wie etwa die Ausgliederung von Siemens Healthineers, die als Präzedenzfall für solche Reformen gilt.

Falls umgesetzt, würden die Änderungen einen deutlichen Wandel in der Arbeitsweise von Siemens bedeuten. Das Unternehmen würde sich von spartenbasierten Strukturen hin zu einem stärker integrierten Modell bewegen. Die Auswirkungen auf die Mitarbeiter und Arbeitsabläufe hängen letztlich von den finalen Beschlüssen des Vorstands ab.

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