25 March 2026, 16:09

Continental zahlt Millionen für Schlussstrich unter Diesel-Affäre

Plakat für die New York Mutual Life Insurance Co., New York General Agency, das ein zentrales Gebäude zeigt, das von Menschen und Fahrzeugen umgeben ist, mit Text unten.

Continental zahlt Millionen für Schlussstrich unter Diesel-Affäre

Continental einigt sich auf Millionen-Deal zur Beilegung der Diesel-Affäre

Continental hat einen Schritt unternommen, um die langjährigen juristischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Abgasskandal von Volkswagen aus dem Jahr 2015 beizulegen. Das Unternehmen plant eine Millionenabfindung in Euro, um Vorwürfe gegen seine Führungskräfte aus der Welt zu schaffen – ein wichtiger Schritt, um das Kapitel der Diesel-Affäre abzuschließen.

Die Vereinbarung, über die die Aktionäre im April 2026 abstimmen sollen, betrifft sechs ehemalige Vorstandsmitglieder, darunter drei Ex-Vorstandsvorsitzende. Continental betont, dass die Einigung auf Verstöße gegen die gebotene Sorgfaltspflicht – nicht auf vorsätzliches Fehlverhalten – im Zusammenhang mit der Motorsteuerungssoftware zurückzuführen sei.

Hintergrund des Falls ist Continentals Rolle bei der Lieferung von Motorsteuergeräten mit illegalen Abschalteinrichtungen während des VW-Abgasskandals. Zwar hat das Unternehmen bereits 2024 eine Strafe von 100 Millionen Euro gezahlt, doch belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten der Affäre mittlerweile auf rund 300 Millionen Euro.

Die vorgeschlagene Einigung sieht eine pauschale Zahlung von 43,7 Millionen Euro vor, die über die Directors-and-Officers-Haftpflichtversicherung (D&O) der Continental-Führungskräfte finanziert wird. Sie deckt alle Ansprüche gegen aktuelle und ehemalige Manager im Zusammenhang mit dem Skandal ab. Wie viele der sechs Betroffenen noch im Unternehmen tätig sind, gab Continental nicht bekannt.

Zu den in der Vereinbarung genannten Personen zählen die früheren Vorstandsvorsitzenden Elmar Degenhart, Karl-Thomas Neumann und Manfred Wennemer. Continental argumentiert, der Deal diene ausschließlich den Interessen des Unternehmens und seiner Aktionäre und solle einen Schlussstrich unter die Diesel-Thematik ziehen, während sich das Unternehmen auf seine Neuausrichtung als reiner Reifenhersteller konzentriert.

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Falls die Aktionäre der Einigung am 30. April 2026 zustimmen, wären damit alle ausstehenden Klagen gegen die Führungsebene von Continental erledigt. Der Deal, obwohl kostspielig, ermöglicht es dem Unternehmen, nach Jahren der rechtlichen Unsicherheit nach vorne zu blicken.

Mit dem weitgehend abgeschlossenen Diesel-Kapitel kann sich Continental nun voll auf seine Zukunftsstrategie konzentrieren – eine Strategie, die sich künftig auf Reifen und nicht auf Automobilkomponenten ausrichtet.

Quelle