10 April 2026, 14:13

Cannabis-Teillegalisierung: Zwischen Erfolg und wachsendem Schwarzmarkt in Brandenburg

Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit einer 'Legalise Cannabis Ireland'-Plakette stehen, umgeben von Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto.

Cannabis-Teillegalisierung: Zwischen Erfolg und wachsendem Schwarzmarkt in Brandenburg

Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland: Gemischte Bilanz nach zwei Jahren

Seit dem 1. April 2024 ist die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland in Kraft, die den nichtkommerziellen Anbau in Vereinen und die Abgabe an Mitglieder erlaubt. Seit dem 1. Juli 2024 dürfen diese Anbauvereine – auf maximal 500 Mitglieder begrenzt – legal operieren. Doch Sorgen über die Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und den Schwarzmarkt bleiben bestehen.

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In Brandenburg haben bisher 21 Cannabis-Anbauvereine eine Genehmigung erhalten, sechs weitere Anträge werden noch geprüft. Bei Kontrollen gab es bisher keine Verstöße oder Bußgelder gegen diese Vereine. Dennoch berichtet Innenminister Jan Redmann (CDU), dass sich der Schwarzmarkt nicht verringert habe. Stattdessen florierten illegale Netzwerke weiter und nutzten die Legalisierung sogar, um den Vertrieb härterer Drogen auszuweiten.

Auch die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit geben Anlass zur Sorge. 2025 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle unter Cannabis-Einfluss leicht von 115 auf 119. Deutlich stärker fiel der Anstieg der Verdachtsfälle von Drogenfahrten aus: Hier gab es einen Zuwachs von 31,5 Prozent – von 1.313 Fällen im Jahr 2024 auf 1.727 im Jahr 2025.

Redmann argumentiert, dass das legale Angebot – durch Eigenanbau und Vereine – die Nachfrage nicht decken könne. Unterdessen beschloss die CDU auf ihrem Parteitag im Februar, die Teillegalisierung rückgängig zu machen und fordert eine vollständige Abschaffung des Gesetzes.

Zwei Jahre nach der Legalisierung zeigt die Bilanz in Brandenburg ein zwiespältiges Bild: Zwar arbeiten die genehmigten Vereine ohne Verstöße, doch der illegale Handel besteht fort, und cannabisbedingte Verkehrsdelikte nehmen zu. Der Vorstoß der CDU, das Gesetz zu kippen, spiegelt die anhaltende Debatte über dessen Wirksamkeit wider.

Quelle