21 April 2026, 08:08

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen in nur drei Monaten – Kritik an Nachwuchsrekrutierung

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem bunten "Students for Future"-Schild an einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen in nur drei Monaten – Kritik an Nachwuchsrekrutierung

Bundeswehr intensiviert Präsenz an Schulen mit über 2.000 Besuchen in drei Monaten

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Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, haben ihre Aktivitäten an Schulen im ganzen Land deutlich ausgeweitet. Allein im ersten Quartal 2024 führte sie über 2.000 Besuche durch. Kritiker werfen der Bundeswehr vor, mit dieser wachsenden Präsenz gezielt Nachwuchs anwerben zu wollen.

Wie aus aktuellen Zahlen hervorgeht, besuchte die Bundeswehr zwischen Januar und März 2024 insgesamt 2.013 Mal Schulen. Spitzenreiter war Bayern mit 562 Einsätzen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 291. Niedersachsen und Baden-Württemberg verzeichneten jeweils 269 bzw. 219 Besuche. Zudem führte die Bundeswehr bundesweit 20 Veranstaltungen an Hochschulen durch.

Diese deutliche Zunahme setzt einen Trend der vergangenen Jahre fort. So gab es allein in Bayern im Jahr 2023 über 1.100 Bundeswehr-Veranstaltungen an Schulen. Die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Nicole Gohlke, äußerte sich besorgt über die steigende Häufigkeit solcher Termine.

Gohlke bezeichnete uniformierte Jugendoffiziere und Berufsberater als gezielte Instrumente, um Minderjährige mit dem Militär vertraut zu machen. Sie stellte die Behauptung des Verteidigungsministeriums infrage, die Besuche dienten ausschließlich der Information, und vermutet stattdessen werbende Absichten.

Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei der militärischen Präsenz an Schulen. Bayern bleibt das am stärksten frequentierte Bundesland, doch auch in anderen Regionen nehmen die Zahlen zu. Die Kritik der Linken unterstreicht die anhaltende Debatte über die Rolle der Bundeswehr im Bildungsbereich.

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