Bierkrise in Niedersachsen: Produktion bricht um 17,7 Prozent ein
Finn ZimmermannBierkrise in Niedersachsen: Produktion bricht um 17,7 Prozent ein
Brauereien in Niedersachsen und Bremen verzeichnen deutlichen Rückgang bei Bierproduktion und -absatz
Zwischen 2024 und 2025 ist die Bierproduktion in Niedersachsen und Bremen um 4,2 Prozent eingebrochen – ein weiterer Rückschlag in einem langjährigen Abwärtstrend. Die Entwicklung spiegelt den bundesweiten Rückgang des Bierkonsums wider.
Im Jahr 2024 produzierten die Brauereien in beiden Regionen noch 7,5 Millionen Hektoliter Bier, doch 2025 sank die Menge auf 7,2 Millionen Hektoliter. Seit 2016, als der Absatz bei 8,7 Millionen Hektolitern lag, entspricht dies einem Rückgang um 17,7 Prozent.
Auch die Zahl der aktiven Brauereien hat abgenommen: Von 85 im Jahr 2024 sank sie auf 81 im Jahr 2025 – ein Minus von 4,7 Prozent. Dieser Schwund ist Teil einer jahrelangen Konsolidierung in der Branche.
Ebenso rückläufig sind die Steuereinnahmen aus dem Bierverkauf. 2024 beliefen sie sich noch auf 43 Millionen Euro, doch für 2025 wird mit einem weiteren Rückgang auf 38,4 Millionen Euro gerechnet. Seit 2016 sind die Biersteuereinnahmen damit um 14,5 Millionen Euro gesunken – ein Einbruch um 27,4 Prozent.
Die aktuellen Zahlen bestätigen den anhaltenden Rückgang von Bierproduktion und Steuereinnahmen in Niedersachsen und Bremen. Mit weniger Brauereien und weiter sinkenden Absatzzahlen steht die Branche vor anhaltenden Herausforderungen. Die Entwicklung in der Region passt dabei in einen bundesweiten Trend weg vom Bierkonsum.






