15 May 2026, 12:15

AfD zwischen Triumphen und Rückschlägen: Wie die Partei Deutschlands Politik verändert

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau hervorgehoben, die die Ergebnisse der Wahl 2016 anzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

AfD zwischen Triumphen und Rückschlägen: Wie die Partei Deutschlands Politik verändert

Deutschlands politische Landschaft im Umbruch: AfD mit Teilerfolgen und Rückschlägen

Die politische Landschaft in Deutschland verändert sich, während die rechtspopulistische AfD in einigen Regionen an Einfluss gewinnt, in anderen jedoch auf Widerstand stößt. Zwar konnte die Partei wichtige Kommunalwahlen für sich entscheiden, musste aber auch Niederlagen in Ostdeutschland hinnehmen. Unterdessen widmet sich ein beliebter Politik-Podcast der Frage, wie dem Aufstieg der AfD begegnet werden kann.

In der jüngsten Folge von „Bundestalk“ werden die jüngsten Entwicklungen der Partei analysiert und ihre Zukunftsperspektiven diskutiert. Experten debattieren, wie die etablierten Parteien auf den Rechtstrend reagieren sollten.

In den vergangenen Monaten feierte die AfD Siege in zwei prominenten Kommunalwahlen: André Barth gewann die Bürgermeisterwahl in Altenberg (Sachsen), während René Stadtkewitz in Zehdenick (Brandenburg) das Rennen machte. Parallel dazu legte die Partei in bundesweiten Umfragen zu und liegt nun mit zwei bis drei Prozentpunkten vor der CDU/CSU.

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Doch der Erfolg der AfD ist nicht flächendeckend. Von 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, an denen sie in diesem Jahr teilnahm, gewann die Partei lediglich zwei. Eine markante Niederlage erlebte sie in der Uckermark, wo die amtierende CDU-Bürgermeisterin Karina Dörk ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner deutlich distanzierte. Dörk vermied polarisierende Themen wie die „Brandmauer“ gegen die AfD und setzte stattdessen auf ihre Erfahrung und Kompetenz.

Teichner, Landtagsabgeordneter in Brandenburg, führte einen ungewöhnlichen Wahlkampf: Er inszenierte sich als bürgernah und spielte bei Veranstaltungen sogar Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader auf dem Klavier. Trotz dieser Bemühungen überzeugten die Wähler letztlich Dörks Sachverstand.

Die gemischten Ergebnisse der AfD spiegeln größere Trends wider. Zwar führt die Partei in Umfragen in Sachsen-Anhalt (41 %) und Mecklenburg-Vorpommern (36 %), doch die meisten Wähler, die seit der letzten Bundestagswahl von der CDU/CSU abgewandert sind, haben sich nicht der AfD zugewandt. Viele planen stattdessen, nicht zur Wahl zu gehen oder linke Alternativen zu unterstützen.

Vor diesem Hintergrund widmete die wöchentliche „Bundestalk“-Sendung – verfügbar auf Spotify, Deezer, iTunes und der eigenen Website – ihre neueste Folge der Analyse des AfD-Kurses. Fachleute diskutierten, ob sich der Aufstieg der Partei bremsen lässt und welche Strategien am vielversprechendsten wären.

Die jüngsten Erfolge der AfD in Altenberg und Zehdenick stehen im Kontrast zu ihren allgemeinen Schwierigkeiten in Ostdeutschland. Zwar liegt die Partei in einigen Landesumfragen vorn, doch ihre Bilanz bei Kommunalwahlen bleibt schwach. Die aktuelle „Bundestalk“-Folge unterstreicht die anhaltende Debatte darüber, wie ihrem wachsenden Einfluss zu begegnen ist.

Der CDU-Sieg in der Uckermark zeigt, dass Wähler weiterhin auf kompetenzorientierte Kampagnen ansprechen. Angesichts des bundesweiten AfD-Zulaufs bleibt die politische Lage jedoch ungewiss.

Quelle