30 Millionen gefährliche Produkte: Wie Online-Marktplätze Verbraucher riskieren
Claudia Schmidt30 Millionen gefährliche Produkte: Wie Online-Marktplätze Verbraucher riskieren
Eine aktuelle Untersuchung hat gravierende Mängel bei der Handhabung unsicherer Produkte auf Online-Marktplätzen aufgedeckt. Der Verband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat EU-Daten zu gelöschten Angeboten ausgewertet und dabei festgestellt, dass Millionen gefährlicher Artikel weiterhin durch die Kontrollen schlüpfen. Die Organisation fordert nun strengere Maßnahmen, um zu verhindern, dass solche Waren überhaupt in den Verkauf gelangen.
Im November 2025 entfernten die fünf größten Shopping-Plattformen in Deutschland fast 70 Millionen Produktangebote. Der VZBV analysierte die EU-Datenbank dieser Löschungen und stieß auf ein alarmierendes Muster: Von allen gelöschten Artikeln wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft.
Trotz dieser Löschungen warnt der VZBV, dass der Abgleich mit der EU-Datenbank weiterhin lückenhaft bleibt. Diese Schwachstelle ermöglicht es, dass gefährliche Produkte länger auf dem Markt bleiben, als es zulässig wäre. Die Verbraucherschützer fordern nun ein System, das unsichere Artikel bereits vor der Veröffentlichung blockiert.
Die Erkenntnisse des VZBV unterstreichen die anhaltenden Risiken für Online-Käufer. Allein in einem Monat wurden 30 Millionen unsichere Angebote entfernt – ein deutlicher Beleg für das Ausmaß des Problems. Die Organisation besteht darauf, dass die Plattformen mehr tun müssen, um zu verhindern, dass gefährliche Waren überhaupt erst angeboten werden.






